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Pflege von antiken Möbeln

Pflegetipps für Ihre antiken Möbel

Wenn man sich für ein antikes Möbelstück entscheidet, dann hat man nicht nur der Umwelt etwas Gutes getan. Ein solches Kunstwerk aus alter Zeit leistet zudem einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Möbelkultur. Damit Sie lange Freude an Ihren Antiquitäten haben, möchten wir Ihnen noch ein paar Pflegetipps für den richtigen Umgang mit antiken Möbelstücken geben. 

"Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert." Peter Lenné



Reinigung & Pflege von Schellack, Wachs und Öl


Pflege von Schellackoberflächen

Einfach strahlend schön!

Schellackoberflächen sollten regelmäßig abgestaubt werden, möglichst mit einem weichen Baumwolltuch, Mikrofasertuch, Mikrofaser-Staubwedel oder wie man es früher gemacht hat, mit einem Straußenfeder-Staubwedel (siehe Foto oben). Sie können Schellackoberflächen auch mit einem nebelfeuchten Tuch mit etwas Spülmittel reinigen. Hier ist es jedoch sehr wichtig, dass Sie lediglich nebelfeucht arbeiten und die Flächen zügig wieder trocken reiben. 

Bitte beachten Sie: 

  • Alkohol löst den Schellack an. Achten Sie bitte darauf, dass keine alkoholischen Getränke oder Lösungsmittel wie Spiritus in Kontakt mit der Lackoberfläche kommen. 
  • Vermeiden Sie stehendes Wasser auf der Oberfläche (z.B. Wasserränder von Trinkgläsern). Diese einfach umgehend abwischen.
Eine Ausbesserung oder Auffrischung der Politur sollte ausschließlich durch eine Fachwerkstatt durchgeführt werden. Die Schellackpolitur ist eine alte Handwerkskunst, die viel Erfahrung erfordert. Unfachmännisch durchgeführte Ausbesserungen verursachen meistens größere Schäden.


Pflege von Wachsoberflächen

Samtige Oberfläche ohne besondere Ansprüche.

Grundsätzlich bedürfen gewachste Oberflächen keiner besonderen Pflege. Die Reinigung können Sie auf gleicher Art vornehmen, wie bei Schellackoberflächen (abstauben, nebelfeucht reinigen und umgehend trocken reiben, siehe oben). 

Eine Auffrischung von gewachsten Oberflächen ist grundsätzlich auch ohne große Fachkenntnisse möglich. Dazu wird mit einem trockenen, weichen Tuch eine sehr dünne Schicht Wachs auf die Oberfläche in Richtung des Faserverlaufs mit leichtem Druck aufgebracht. Für 1 bis 2 Stunden sollte das Wachs einziehen, um dann mit einem weiteren trockenen Tuch nachpoliert zu werden.

Bei Wachs gilt: Weniger ist mehr. Zu viel Wachs zieht Staub an und sieht nicht schön aus. 


Pflege von geölten Oberflächen

Rustikal bis edel - je nach Wunsch

Die Reinigung können Sie auf gleicher Art vornehmen, wie bei Schellackoberflächen (abstauben, nebelfeucht reinigen und umgehend trocken reiben, siehe oben). 

Geölte Oberflächen (mit Leinöl) können sowohl rustikal wirken, als auch sehr Edel. Hier kommt es auf das jeweilige Öl an und auf die Anzahl der Aufträge. 

Wenn Sie ein Möbel mit geölter Oberfläche selbst auffrischen wollen, entfernen Sie zuerst Staub und Schmutzpartikel mit einem Schleifschwamm (im Fachhandel zu erwerben) und tragen anschließend das Öl nach der entsprechenden Produktanleitung auf. Bei Leinölen sind Sikkative (Trocknungsmittel) beigemischt, dass es ein trocknendes Öl wird. Wenn Sie herkömmliches Olivenöl verwenden, bleiben die geölten Flächen unter Umständen jahrelang klebrig/fettig. 

Vorsicht bei der Verwendung von Leinöl: Die verwendeten Lappen können sich selbst entzünden! Benutzte Lappen und Werkzeuge immer luftdicht (z.B. in einem Glas mit Schraubdeckel) außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.


Gesundes Raumklima


Optimale Bedingungen...

... für Ihr Möbel und für Sie!

Holz ist ein lebendiger Werkstoff, auch noch nach Jahrhunderten. Bei feuchtem Klima dehnt sich das Holz aus, bei zu trockenem Klima zieht es sich zusammen. Je nach Holzauswahl und Konstruktion können dabei Risse im Holz entstehen. Daher ist es optimal, wenn die Möbelstücke möglichst wenig Klimaschwankungen ausgesetzt sind. Für Möbel ist ein Raumklima mit einer Temperatur von 20-22 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45-65% ideal. Die Luftfeuchtigkeit können Sie mit einem einfachen Hygrometer messen, die in Baumärkten erhältlich sind.   

Unsere Empfehlung: Kaufen Sie sich ein kleines Hygrometer und schauen Sie immer wieder mal nach den Werten. Besonders im Winter sollten Sie das Hygrometer im Auge behalten, da in dieser Zeit die Luft besonders trocken ist. Sind die Werte in Ordnung, brauchen Sie in der Regel keine Bedenken haben. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit bei nur 30% liegt, sollten Sie handeln, da es nicht nur den Möbeln schadet, sondern auch dem Menschen. 

Relative Luftfeuchtigkeit erhöhen: Stellen Sie Wasserschalen unter Ihre Schränke, Kommoden und Sekretäre, die in der Heizperiode alle paar Tage wieder aufgefüllt werden können. Dies sollten Sie vor allem machen, wenn Sie eine Fußbodenheizung besitzen. Für eine höhere Luftfeuchtigkeit können Sie auch sorgen, wenn Sie bei Regen oder feuchtem Wetter gut durchlüften und die frisch gewaschene Wäsche in den Räumen aufhängen.