Renaissance Möbel
Kabinettschrank aus Nussbaum mit Geheimfach, 28 Schubladen, ziselierte Beschläge, Spätrenaissance um 1680
Kabinettschrank aus der Spätrenaissance, Nussbaum massiv und Nussbaum Sägefurnier auf Nadelholz, mit Geheimfach und 28 Schubladen, reichhaltige Schnitzereien, ziselierte Beschläge und geschmiedete Zierkugelkopfnägel, aus der Zeit um 1680, Untergestell sekundär (19. Jh.). Dieser Kabinettschrank befindet sich in einem schönen, restaurierten und voll funktionstüchtigen Zustand. Im Zuge der Restaurierung wurden leichte Gebrauchsspuren belassen, die zu der Geschichte des Möbelstücks gehören. Der Kabinettschrank besteht aus drei Elementen, die aufeinander gestellt werden. Der Unterbau ist in der Art eines Tisches gefertigt, mit Füßen, einer Sockelplatte, Pilastern, einer Rückwand und einem Zargenrahmen. Darauf wird der zweitürige Kabinettschrank gestellt und als Abschluss dient ein getrepptes Korpuselement, welches mit vier Schubladen ausgestattet ist. Von außen ist der Kabinettschrank relativ schlicht gehalten, mit zwei Türen, fünf Schubladen und Kissenfüllungen an den Seiten und auf den Türen. Die schön gestalteten Eisenbeschläge wecken jedoch schon Neugierde auf Mehr im Innenraum. Kabinettschränke waren in der Regel Luxusmöbel, die für Sammlungsstücke von Kuriositäten aus aller Welt gedacht waren. Tatsächlich sind viele Kabinettschränke von außen sehr Zurückhaltend in der Dekoration, da diese im Alltag geschlossen blieben. Bei Besuch oder festlichen Anlässen wurden die Kabinettschränke geöffnet präsentiert und es wurde gezeigt, was man an Kostbarkeiten hatte. Innen zeigt sich der Kabinettschrank in seiner vollen Pracht. Zu sehen ist schönes Nussbaumholz mit reichhaltigen Schnitzereien, welches einen schönen Kontrast zu den ziselierten Eisenbeschlägen bildet. Die Ziselierungen sind auf den Beschlägen der Schubladen teils abgenutzt und wurden im Istzustand belassen. Alle Beschläge sind mit schönen, geschmiedeten Kugelkopfnägeln befestigt, die gleichzeitig auch als Zierelement dienen. Im Zentrum ist eine kleine Türe vorhanden. Öffnet man diese, ist im hinteren Teil eine Blende, hinter der sich das Geheimfach mit 10 Schubladen (kleine & feine Schubladen) verbirgt. Um daran zu gelangen, müssen sie Bossen etwas zur Seite geschoben werden und schon lässt sich die Blende herausnehmen. Zustand: Der Kabinettschrank befindet sich in einem voll funktionstüchtigen, restaurierten und gepflegten Zustand mit leichten, bewusst belassenen Alters- und Gebrauchsspuren. Die Ziselierungen, besonders an den Schubladenbeschlägen sind teils nur noch schemenhaft erkennbar und wurden lediglich gereinigt und konserviert.
9.500,00 €
Low seat Armlehnstuhl, 17. Jahrhundert (Art-Nr. 714)
Die Beschreibung bezieht sich auf den linken Stuhl mit der hellen Polsterung. Der rechte Stuhl wird separat angeboten. Ein Kaminstuhl mit Armlehnen, sogenannter Low seat aus Tropenholz, wohl Batavia, 17. Jahrhundert. Batavia war damals der Hauptsitz der Niederländischen Ostindien-Kompanie auf Java, heute unter dem Namen Jakarta bekannt, der Hauptstadt Indonesiens. Dieser Armlehnstuhl steht vorne auf gedrechselten und beschnitzten Beinen und hinten auf Vierkantbeinen. Beschnitzte Querstege verbinden die Beine. Auch die Zargen sind umlaufend beschnitzt. Die dreiseitig beschnitzten Armlehnen sind kurz, kompakt und vorne stark abgerundet. Eine Groteske, die zwischen gegeneinander gestellten Voluten positioniert ist, bildet den oberen Abschluß der Rückenlehne. Darunter sehen wir eine Kartusche, die von floralem Schnitzwerk flankiert wird. Durch 7 kleine Balustersäulen ist die Rückenlehne mit einem darunter liegenden beschnitzten und ausgeschweiften Steg verbunden. Dieser Armlehnstuhl ist flacher geschnitzt und geringfügig kleiner als der zweite Stuhl, der separat angeboten wird https://furthof-antikmoebel.de/Low-seat-18.-19.-Jahrhundert-Art-Nr.-724-724. Der Preis bezieht sich auf den linken Stuhl im unrestaurierten Zustand. Zusätzliche Maßangaben: Sitzhöhe: 37,5 cm, Sitzbreite (zwischen den Armlehnen): 37,5 - 38,5 cm, Sitztiefe: 40 cm. Restaurierung auf Kundenwunsch Durch unsere Restaurierungswerkstatt können wir Ihnen eine qualifizierte/fachgerechte Restaurierung für dieses Möbelstück anbieten. Gerne gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein.
480,00 €
Kabinettschrank aus Spanien von 1650
Zierlicher Kabinettschrank mit Untergestell, Spanien um 1650. Dieser Kabinettschrank ist in Brettbauweise aus massivem Mahagoni gefertigt. Das originale Untergestell mit gedrechselten Beinen und quadratischen Stegen ist aus Eiche gefertigt. Der Kabinettkasten ist an den Seiten mit aufgesetzten Zierleisten und Kugelsegmenten geschmückt, die einen orientalischen Einfluss haben. Die Türen sind doppelt gerahmt und innen mit einer Ädikula verziert. Die beiden Türen sind mit Langbändern angeschlagen. Im Inneren befinden sich 8 Schubladen, deren Fronten aus Mahagoni und die anderen Bestandteile aus Eiche gefertigt sind. Der Deckel des Kabinettschrankes ist ebenfalls mit Langbändern angeschlagen und lässt sich aufklappen. Im Truhenteil befindet sich noch das ursprüngliche Schloss mit dem originalen Schlüssel. In der rechten Tür ist ein sekundäres Schloss auf das ursprüngliche geschraubt worden. Von der Höhe her war der Kabinettschrank wohl als Stehpult gedacht, bei dem man oben auf der Klappe schreibt. Bei diesem Möbeltypus handelt es sich um ein Escritorio (Span. Schreibmöbel) oder auch Vargueño genannt. Dies war der Vorläufer des Kabinettschrankes, der in Spanien entstand. Das Möbel befindet sich im unrestaurierten Zustand. Restaurierung auf Kundenwunsch Durch unsere Restaurierungswerkstatt können wir Ihnen eine qualifizierte/fachgerechte Restaurierung für dieses Möbelstück anbieten. Gerne gehen wir auch auf Ihre individuellen Wünsche ein.
2.490,00 €



