Barocke Kleinmöbel


Barockes Beistelltischchen von 1760
Barockes Beistelltischchen von 1760
--- Der Preis beinhaltet die Restaurierungskosten. --- Freistellbares, zierliches, barockes Beistelltischchen, dreischübig, aus Nussbaum, von 1760. Dieses nützliche und vielseitig verwendbare Kleinmöbel verfügt an der Front über ein ausziehbares Tablett (Tablar), eine Blende und zwei Schubladen. Hinter der Blende verbirgt sich eine weitere Schublade, die allerdings seitlich ausgezogen wird. Unterhalb des Korpus befindet sich ein rechteckiger Ablageboden mit reichlich Abstand zum Korpus. Das Beistelltischchen steht auf hohen, ausgestellten und geschweiften Beinen. Die Front des Korpus ist gebaucht, ebenso die Seiten, welche zusätzlich noch leicht bombiert sind. Die Rückwand des Korpus ist gerade. Die Platte des Beistelltischchens ist recht und links, sowie vorne geschweift. Die hintere Seite der Platte ist leicht konvex. Die auf alles vier Seiten sichtbare, leicht nach außen gestellte Schürzen ist ebenfalls geschweift. Das Möbel wurde in Brett- und Stollenbauweise angefertigt. Das Blinholz des Korpus ist aus Fichte und Eiche, die Schubladen sind aus Buchenholz. Das Tablett besteht aus einen mit Nussbaum furniertem Brett, das durch Hirnholzleisten stabilisiert wird. Die Front des Korpus ist mit Nussbaum furniert. Die aufschlagenden Schubladen zeigen jeweils zwei Felder aus Maserknolle (vermutlich Vogelaugenahorn), welche mit einem Rahmen aus Nussbaum begrenzt sind. Alle weiteren Sichtflächen mit jeweils einem großen Feld aus Maserknolle (ebenfalls verm. Vogelaugenahorn) dekoriert, die ebenfalls mit Nussbaum gerahmt sind. Die gefasten Außenkanten der Beine sind mit querfurnierten Palisanderholz akzentuiert. Der Messingknopf und die Messingschlüsselschilder sind original zugehörig. Das Schloss der seitlichen Schublade ist im Laufe der Zeit verloren gegangen und wird von uns durch ein zeittypisches, altes Original ersetzt. Dieses antike Möbel ist eine Rarität. Durch seine zierliche Größe und die Möglichkeit das Möbel frei im Raum zu stellen, ist es nicht nur äußerst dekorativ, sondern auch sehr praktisch.  Das barocke Beistelltischchen befindet sich in einem guten, unrestaurierten Zustand. Der Preis beinhaltet die Restaurierungskosten inkl. Schlüssel mit schönen Messingreiden für alle drei Schubladen. 

3.450,00 €

Paar barocke Laternen
Paar barocke Laternen
Herrschaftliches Paar barocke Laternen mit Reichsapfel bekrönt, Ende 18. Jahrhundert. Hexagonaler sich nach unten verjüngender Korpus, oberer und unterer Abschluss in barocker Formgebung. Zinnblech, Reste von drei aufeinanderfolgenden farbigen Fassungen sind vorhanden. Durchbrochene, klassizistische Ornamentik zur Lüftung, innen mit Kerzenhalterung, Elektrifizierung (nicht geprüft), Gläser und Ausleger sekundär, ein Kreuz fehlt. Äußerst selten. Maße: Höhe mit Ausleger: 105cm, Breite inkl. Bügel: 26,5 cm, Höhe ohne Ausleger: 81cm

1.890,00 €

Barockschatulle mit Krone und Monogramm
Barockschatulle mit Krone und Monogramm
Kleine, intarsierte Barock Schatulle, süddeutsch um 1730. Diese Schatulle mit gerundetem Deckel ist rundum mit Feldern aus Birke Maserfurnier geschmückt, die von einem Intarsienband aus Zwetschge und umrandet werden. Die Bandintarsien werden von einem, im 90° Winkel zu den Bandintarsien gelegtem Nussbaumfurnier begrenzt. Das Feld, welches den Deckel ziert, weist in den Zwickeln Viertelkreise aus Mahagoni auf. Im Zentrum sehen wir ein ligiertes Besitzermonogramm aus Ahorn unter einer dreizackigen Adelskrone aus Pappel (Grünfärbung durch den Grünspanbecherling), Buchsbaum und weiteren Hölzern. Der gegossene Fallgriff aus Messing und das Messing Schlüsselschild, beides fein verziert, die geschmiedeten Langbänder so wie der Schließhaken sind original zugehörig. Die goldfarben schimmernde Tapete ist sekundär. Dort, wo sich das nicht mehr erhaltene Kastenschloss befand, ist die darunter liegende Originaltapete sichtbar. Die Schatulle ist unter Berücksichtigung des Alters von ca. 290 Jahren in einem guten Erhaltungszustand und weist keine Furnierfehlstellen, Kürschner oder Spuren einer vorhergehenden Restaurierung auf. Allerdings sind die kleinen gedrechselten Barockfüße, deren Abdrücke noch deutlich auf dem Fichtenboden sichtbar sind, verloren gegangen. Restaurierung auf Kundenwunsch Durch unsere Restaurierungswerkstatt können wir Ihnen eine qualifizierte/fachgerechte Restaurierung für dieses Möbelstück anbieten. Gerne gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein. Wenn wir die gedrechselten Füße ergänzen, wird die Schatulle ca. 1,5 cm höher. Sollten Sie Wert auf ein stilechtes Schloss, kann dieses fachgerecht nachgebaut werden. 

1.250,00 €

Verkauft
Barocke Zunftlade aus dem 18. Jh.
Barocke Zunftlade aus dem 18. Jh.
Barocke Zunftlade aus Nussbaum, mit qualitätsvollen Schlössern und Bändern aus geschmiedeten Eisen und Beschlagwerk aus Messing, unrestaurierter Zustand, 18. Jahrhundert. Die Zunftlade ist in Form einer kleinen Flachdeckeltruhe gefertigt, seitlich mit schönen Messingriffen (einer fehlt), auf der Front mit zwei hochformatigen Schlüsselbeschlägen aus Messing. Der Deckel der Truhe zeigt ein spitzovales Messingschild mit der Beschriftung "Lade No.82". Im Innenraum sind zwei starke geschmiedete barocke Bänder zu sehen, die der Verriegelung durch 2 Schlüssel dienen. In Zunftladen wurden insbesondere die schriftlichen Unterlagen der jeweiligen Zunft wie Zunftbücher, Statuten, Namensverzeichnisse sowie Siegelstempel und das Geldvermögen der Zunft aufbewahrt. Diese Laden sind immer mit mindestens 2 Schlössern versehen. Die zugehörigen Schlüssel wurden von 2 verschiedenen Zünftigen verwahrt. So konnte die Lade immer nur von diesen beiden Personen gemeinsam geöffnet werden. Nach Auflösung der Zünfte wurde diese barocke Zunftlade im Jahre 1814 als eine Totenlade umfunktioniert, was durch ein beschriftetes Blech an der Innenseite des Truhendeckels gut dokumentiert ist. Folgender Text ist zu lesen: "Die Todtenlade genannt - Die brüderliche Ewigkeit nach dem Ende. Gestiftet im Jahr 1814 den 16. Oktb." Eine sogenannte Totenlade ist mit der Funktion einer Sterbekasse gleichzusetzen. Bürger und Handwerker zahlten bestimmte kleine Beträge ein, um entweder ihr Begräbnis bezahlen zu können oder die Hinterbliebenen finanziell zu unterstützen. Die Zunftlade ist rundum profiliert und lässt sich frei im Raum aufstellen. Der aufgeklappte Truhendeckel bleibt in einer Schrägposition stehen. Innenmaße: Höhe 34 cm, Breite 63 cm, Tiefe 33 cm (Schlösser und Bänder im Innenraum nicht berücksichtigt). Restaurierung auf Kundenwunsch Durch unsere Restaurierungswerkstatt können wir Ihnen eine qualifizierte/fachgerechte Restaurierung für dieses Möbelstück anbieten. Gerne gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein. Alle Fehlteile können im Zuge der Restaurierung fachgerecht ersetzt werden.

750,00 €

Spätbarocke Schatulle aus Nussbaum
Spätbarocke Schatulle aus Nussbaum
Spätbarocke Schatulle aus Nussbaum, in der Art der Wellenschränke, unrestaurierter Zustand, gefertigt Ende 18. Jahrhundert. Die Schatulle steht auf vier gedrechselten Füßen, die typisch für das Hochbarock um 1700 sind. Darüber ist eine Bodenplatte aus massivem Nussbaum angebracht. Der Korpus ist wellenförmig ausgearbeitet und verbreitert sich nach oben hin. Das Nussbaum-Sägefurnier ist dem wellenförmigen Korpus angepasst und vertikal aufgelegt. Es verläuft durchgehend bis an die Hohlkehle des Schatullendeckels. Der Schatullendeckel wird von einem kräftigen Perlstab und einer Wellenleiste gerahmt. Die linke Wellenleiste wurde im Zuge einer früheren Restaurierung wohl aus Stuckmasse nachgegossen. Auf der Fläche des Schatullendeckels ist eine Fischgrät-Marketerie zu sehen, die den klassizistischen Stil andeutet und auf eine spätbarocke Entstehungszeit hinweist. Im Zentrum ist eine Raute mit eingezogenen Schenkeln eingelegt. Die Rahmung ist aus Amaranth, die innere Fläche aus Buchsbaum. Eine haptisch angenehme Handhabe mit Messingunterlagscheiben aus Messingblech ziert den Schatullendeckel.  Zierliche Lappenbänder aus Messing dienen als Scharniere. Das Schloss ist nicht mehr vorhanden. Als Schlüsselschild diente wohl eine rosettenförmige Messingintarsie. Der Innenraum ist mit einer barocken Tapete ausgeschlagen, die original zugehörig sein dürfte. Eine kleine Fehlstelle an der Tapete ist an der oberen Rahmung vorhanden. Diese Barockschatulle befindet sich in einem schönen Patinazustand. Der Preis bezieht sich auf den Istzustand. *** Dieses Möbel wird derzeit restauriert. Bei Interesse können Sie uns gerne Kontaktieren und wir reservieren Ihnen dieses Möbelstück. Nach erfolgter Restaurierung erhalten Sie Fotos (oder Sie können das Möbel vor Ort begutachten) und entscheiden anschließend, ob Sie es kaufen möchten. ***

580,00 €