Biedermeier Schreibmöbel


Qualitätsvoller Schreibtisch, K. F. Schinkel zugeschr., Berlin um 1825
Qualitätsvoller Schreibtisch, K. F. Schinkel zugeschr., Berlin um 1825
Fein verarbeiteter Schreibtisch aus Mahagoni mit qualitätsvoll eingelegten Intarsien aus Ahorn, Berlin um 1825. Der Entwurf wird Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841) zugeschrieben. Der Schreibtisch ist aus Nadelholz und Eiche konstruiert und mit Mahagoni-Sägefurnier belegt. Er besteht aus zwei Wangen, die jeweils auf zwei volutenförmigen Auslegern stehen. Die Wangen und die Ausleger sind sowohl innen wie auch außen mit feinen Ahornintarsien eingelegt, die einen schönen Kontrast zu dem dunkelroten Mahagonifurnier bilden. Drechselarbeiten in Form von Rosetten fügen sich harmonisch in das Gesamtbild der Wangen und Ausleger ein. Ein relativ kräftiger, gedrechselter Stab mit mehreren Profilierungen verbindet die Wangen im unteren Bereich. Der Zargenkasten mit den beiden Schubladen ist dreiseitig reichhaltig mit Ahornintarsien auf Mahagoni geschmückt und auf der Rückseite mit schlichtem Mahagonifurnier stehend belegt. Die Eckstollen zeigen helle Ahornfelder, die mit Mahagoni eingelegt sind. Beide Schubladen sind komplett aus Ahorn gefertigt und wurden auf der Vorderseite furniert. Auf dem Mahagoni ist eine Ahorn-Rahmung und florales Dekor in feinster Ausführung zu sehen. Auf Schlüsselschilder wurde bewusst verzichtet, stattdessen bilden die Intarsien eine ansprechende Rahmung. Die profilierte Schreibplatte ist allseitig überstehend und zeigt eine schmale Rahmung aus Mahagoni. Als Schreibfläche dient eine hochwertige Ledereinlage mit Echtgoldprägung. Insgesamt ein ausnehmend vornehmes und eindrucksvolles Möbelstück, das durch seine Eleganz besticht. Provenienz: Auf der Unterseite ist ein Inventaretikett mit Fürstenkrone und den Buchstaben KR (Schloss Krauchenwies) sowie der Inventarnummer 583 vorhanden.   Informationen zu Karl Friedrich Schinkel Karl Friedrich Schinkel ist als bedeutender Architekt in Berlin und Potsdam berühmt (z. B. Neue Wache, Schauspielhaus, Museum, Nikolaikirche). Weniger bekannt dürfte sein, dass er ganze Interieurs für Königin Luise von Preußen und die königliche Familie entworfen hat. Als bildender Künstler schuf Schinkel sogar Bühnenbilder für über 40 Opern. In seiner Schaffenszeit fertigte er auch zahlreiche Möbelentwürfe, die als Vorbilder für diverse Handwerker dienten. Karl Friedrich Schinkel arbeitete eng mit den Werkstätten von Karl Georg Wanschaff und Christian Sewening zusammen, die Möbel nach seinen Entwürfen fertigten. Die Zuschreibung erfolgt aufgrund der markanten Intarsien, wie diese an einigen Möbeln von Schinkel zu sehen sind. Auch die verwendeten Hölzer und die rundum äußerst qualitätsvolle Verarbeitung sprechen für eine Fertigung nach Schinkel. Literaturempfehlung: Hedinger, Berbel und Berger, Julia: K.F. Schinkel Möbel und Interieur. Ausstellungskatalog Altonaer Museum in Hamburg, 2002, Deutschen Kunstverlag München Berlin. Inventaretikett von Krauchenwies Die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen, die auch Schloss Sigmaringen, die Burg Hohenzollern, Schloss Umkirch und das Jagdschloss Josefslust besitzen, haben das "Alte Schloss" in Krauchenwies bewohnt. Es wurde als Sommersitz benutzt, da es in unmittelbarer Nähe zu Schloss Sigmaringen liegt. Zwischen 1828 und 1832 entstand ein neues Landhaus als Ersatz für das "Alte Schloss", ebenfalls als Sommersitz der Familie genutzt. Das Inventaretikett ist zweifelsfrei der Familie Hohenzollern Sigmaringen zuzuordnen. Der Schreibtisch dürfte ehemals in dem Landhaus Krauchenwies gestanden sein. Durchgeführte Restaurierungsarbeiten Vor der Restaurierung befand sich der Schreibtisch in einem sehr guten Erhaltungszustand. Minimalste Fehlstellen im Mahagonifurnier (nicht in den Intarsien) waren vorhanden, Schlüssel und Leder haben gefehlt. Im Zuge der Restaurierung wurden die Furnierfehlstellen fachgerecht mit Mahagonifurnier geschlossen. Die Oberfläche wurde unter Erhalt von Gebrauchsspuren mit Schellack poliert. Die Schubladeninnenräume zeigen Tintenflecken und wurden lediglich gereinigt. Für die Schreibfläche wurde eine Ledereinlage (Rinder-Nappa) mit stilechter Goldprägung ausgewählt. Zwei zierliche Schlüssel wurden passend zu den originalen Schlössern angefertigt. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.  

8.500,00 €

Biedermeier Sekretär aus Kirschbaum
Biedermeier Sekretär aus Kirschbaum
Bei diesem nützlichen, optisch äußerst ansprechenden Blickfang handelt es sich um einen Biedermeier-Sekretär aus Kirschbaum. Hergestellt wurde er im Raum Berlin um 1825. Der architektonisch gestaltete Korpus steht auf Klotzfüßen, die einen hohen, verkröpften Sockel mit vorstehenden Dreiviertelsäulen tragen. Auf diesen Säulen ruht das Gebälk mit aufgesetzten Konsolen. Der Aufbau des abnehmbaren Aufsatzes ist abgestuft gestaltet mit vorstehendem Giebel. Die Front ist mit drei Schubladen im unteren Bereich, einer abschließbaren Schreibklappe und einer Schublade im oberen Bereich ausgestattet. Wie im Biedermeier üblich, verläuft das Furnier vom Kranz bis zum Sockel in einem Bild durch. Die Säulen des Korpus sind aus massivem Kirschbaum gefertigt. Die Basen der Säulen sind gedrechselt, die Kapitelle zusätzlich mit Blattwerk beschnitzt. Hinter der Schreibklappe verbirgt sich ein beeindruckendes, ebenfalls architektonisch gestaltetes Eingericht mit vielen Schubladen. Dieses Eingericht zeigt mittig einen tempelartigen Eingang (Ädikula) mit Dreiecksgiebel, der von zwei Halbsäulen flankiert wird. Der Dreiecksgiebel (sog. Schinkelgiebel) ist Teil der oberen, durchgängigen Schublade des Innenlebens. Die Halbsäulen wiederum stehen auf hohen Podesten, die Teil der darunterliegenden Schublade sind. Ansonsten besteht das Innenleben aus jeweils drei übereinander angeordnete Schubladen neben den Halbsäulen und jeweils einer weiteren Schublade recht und links neben dem Podest. Die Halbsäulen des Innenlebens stützen mit einem Gebälk aus einem ebonisierten Hohlkehlenprofil den mit Olivenholz furnierten Dreiecksgiebel. Auch die drei unteren Schubladen des Eingerichts sind mit Olivenholz-Sägefurnier belegt. Der Boden des tempelartigen Innenraumes zeigt eine parkettähnliche Einlage mit Fadenintarsien. Die umgebenden Schubladen sind mit Maserfurnier belegt und lassen sich an kleinen, ebonisierten Knöpfen aufziehen. Die Traverse sind ebenfalls durch die Ebonisierungen farblich abgesetzt. Dieser Biedermeier Sekretär wurde restauriert und mit Schellack handpoliert. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Auf Wunsch können die sekundären, einfachen Schlüsselschilder durch filigranere ersetzt werden. Wir bieten eine Auswahl an stilistisch passende Schlüsselschilder, aus denen Sie sich welche aussuchen können. Die Schreibklappe ist solide, dass man daran problemlos arbeiten kann. Draufsetzen sollte man sich jedoch nicht :-)

7.800,00 €

Biedermeier Zylinderbüro
Biedermeier Zylinderbüro
Biedermeier Zylinderbüro, Kirschbaum Sägefurnier auf Nadelholz, alt-restauriert, um 1820. Dieses Zylinderbüro ist mit einem Kommodenunterbau, Schreibteil und Aufsatz dreiteilig aufgebaut. Das Kirschbaum Sägefurnier ist an allen drei Sichtseiten mehrfach gespiegelt auf die Flächen aufgelegt und läuft auch über die schlichten Zierleisten. Der Kommodenunterbau ist mit drei Schubladen ausgestattet und steht auf leicht ausgestellten Füßen. Die Schubladenvorderstücke sind mittig durch eingelegte Schlüsselbuchsen in Form von Wappen aus Elfenbein verziert. Diese finden sich am Viertelzylinder des Schreibteils und an den Türen von dem Aufsatz wieder. Als Handhaben dienen kleine, optisch zurückhaltende Knöpfe aus Messing. Der Viertelzylinder von dem Zylinderbüro wird an zwei kleinen Knöpfen geöffnet und gleitet beim nach oben ziehen, hinten in den Korpus. In dem Innenraum verbirgt sich eine herausziehbare Schreibplatte, welche auch mit Kirschbaum Sägefurnier belegt ist und sich an zwei kleinen Knöpfen herausziehen lässt. Der Innenraum des Schreibteils zeigt mittig einen freien Stauraum, welcher an der Front durch einen Korbbogen begrenzt wird. Der "Schlussstein" am höchsten Punkt des Bogens ist wohl ebenfalls aus Elfenbein. Seitlich von dem Stauraum sind jeweils drei übereinander angeordnete Schubladen, welche ebenfalls mit Kirschbaum furniert sind. Der Aufsatz über dem Schreibteil ist mit zwei Bretttüren ausgestattet, die sich über 180° öffnen lassen. Die linke Tür wird durch einen geschmiedeten Riegel verschlossen, die rechte Tür durch ein Schloss. Der obere Abschluss wird durch eine Arkadenreihe mit Spitzbögen in form einer Balustrade gebildet. Dieses Zylinderbüro besticht durch das sehr sorgfältig ausgewählte und bis heute gut erhaltene Kirschbaum Sägefurnier. Zudem ist die Form sehr elegant und klassisch gehalten. Das Möbel ist allgemein in einem guten, gebrauchsfähigen Zustand, jedoch würden sich einige Restaurierungsarbeiten empfehlen. Gerne machen wir Ihnen hierzu ein passendes Angebot. Der Preis bezieht sich auf den Istzustand.

4.500,00 €

Verkauft
Biedermeier Zylinderbüro von 1825
Biedermeier Zylinderbüro von 1825
Biedermeier Zylinderbüro aus Nussbaum, alt-restaurierter Zustand, aus der Zeit um 1825. Das Zylinderbüro besteht aus zwei Elementen, die aufeinander gestellt werden. Der Unterbau steht auf hohen, eleganten Säbelbeinen und ist mit zwei Schubladen ausgestattet. Darüber folgt eine herausziehbare Schreibfläche, die gleichzeitig den Viertelzylinder öffnet. Über dem Viertelzylinder ist noch eine breite Schublade vorhanden. Die Flächen sind alle mit Nussbaum-Sägefurnier vertikal gespiegelt belegt. Auf den Seiten ist gut zu sehen, wie sich das Furnierbild vom Unterbau beim Aufsatz wiederholt. Hier wurde nicht in Form einer Kreuzfuge furniert, sondern in zwei Etagen. Ebenso verhält es sich an der Front.  Die Schreibfläche ist mit einem Filz belegt und wird von Nussbaumfurnier gerahmt. Innen befinden sich 12 kleine Schubladen, die mit Maserholz belegt sind. Darunter eine Reihe mit Scheinschubladen. Die Schlösser sind original zugehörig, die Beschläge weitgehend (1 Schlüsselbeschlag fehlt, einer wurde ergänzt, die Fallgriffe/Ringe sind leicht unterschiedlich). Durch die herausziehbare Schreibfläche (98,5 x 49 cm) lässt es sich sehr bequem an diesem Sekretär arbeiten. Sie Schreibhöhe beträgt 80,5 cm. Derzeit ist der Mechanismus von Schreibfläche und Viertelzylinder etwas schwer gängig, bzw. muss mit Schwung durchgeführt werden. Im Zuge einer Komplettrestaurierung würden wir dies beheben.  Das Zylinderbüro befindet sich in einem ordentlichen, aber alt-restaurierten Zustand mit einigen Mängeln, die jedoch nicht jedermann stören würden. Gerne beraten wir Sie hierzu telefonisch, welche Arbeiten wir für sinnvoll erachten würden, dass Sie Freude an dem Sekretär haben. Alternativ bieten wir Ihnen auch gerne eine tadellose Komplettrestaurierung mit Schellackpolitur an.  Der Preis bezieht sich auf den Istzustand. 

3.800,00 €

Eiche Standsekretär von 1800
Eiche Standsekretär von 1800
Eiche Standsekretär um 1800 im unrestaurierten Zustand mit zwei Türen mit dahinterliegendem Einlegeboden, darüber einer Schreibklappe mit vier Schubladen und Facheinteilungen innen. Im Kranz sind zwei ungleich große Schubladen. Die originalen Scharniere der Schreibklappe sind auf beiden Seiten ab dem letzten Bohrloch abgebrochen, können aber im Zuge einer Restaurierung ergänzt werden.  Restaurierung Im Zuge der Restaurierung wird u.a. die Funktion wiederhergestellt und die Oberfläche erneuert. Die Restaurierungskosten sind mit einer Schellack Pinselpolitur kalkuliert. Wenn Sie eine andere Variante mit geölter oder gewachster Oberfläche wünschen, erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot. Weitere Informationen finden Sie unter dem Link Oberflächenbehandlungen. Restaurierung auf Kundenwunsch Durch unsere Restaurierungswerkstatt können wir Ihnen eine qualifizierte/fachgerechte Restaurierung für dieses Möbelstück anbieten. Gerne gehen wir auch auf Ihre individuellen Wünsche ein.

2.480,00 €

Mahagoni Schreibtisch
Mahagoni Schreibtisch
Großzügiger Mahagoni Schreibtisch aus dem späten Biedermeier um 1840/45. Dieser Schreibtisch befindet sich in einem restaurierten Zustand mit schellackpolierter Oberfläche und ist nicht zerlegbar.  Der Schreibtisch steht vorne auf 4 hochgezogenen Kugelfüßen, hinten auf Klotzfüßen. Die sichtbaren Außen- und Innenflächen der Container sind mit gespiegeltem Pyramidenmahagoni furniert. Diese Furnierbilder sind flächig aufgelegt und werden weder durch Füllungen noch durch Zierleisten unterbrochen. Pyramidenmahagoni war in dieser Zeit eines der begehrtesten und kostspieligsten Hölzer. Der Übergang von den Containerflächen zur Vorderseite des Schreibtisches wird durch starke Rundungen gebildet, die von den Füßen bis zur Schreibplatte durchlaufen. Etwas zurückversetzt ist auf der Vorderseite des Schreibtisches der Nutzbereich mit Schubladen und Türen zu sehen. Jeder Container ist mit einer Türe ausgestattet. Hinter der linken Tür befinden sich drei Auszüge, hinter der rechten ein Einlegeboden. Der obere Bereich wird durch drei nebeneinander angeordnete Schubladen gebildet. Über den äußeren Schubladen befindet sich je ein Tableau, das sich an einem gedrechselten Knopf herausziehen lässt. Dadurch lässt sich die Ablagefläche deutlich vergrößern. Die Front ist ebenso mit gespiegeltem Pyramidenmahagoni furniert, jedoch werden hier die Flächen bereits durch schmale, sehr dezente Halbrundstäbe unterbrochen. Diese Unterbrechungen, die gerundeten Vorderkanten und die gedrechselten Füße sind ein Zeichen für das Spätbiedermeier. Die Schreibplatte ist mit einer großen Schreibfläche aus grünem Leder bezogen. Diese wird von einem, im 90° Winkel zur Ledereinlage gelegtem Mahagonifurnier gerahmt. Ein paar Furnierergänzungen und Holzausspanungen sind bei genauer Betrachtung sichtbar. Die Schlüsselbuchsen und der Stulp der Schlösser sind aus Messing. Das Leder und die 5 Schlüssel wurden von uns ergänzt. Der Schreibtisch wurde von uns im Zuge der Restaurierung mit Schellack poliert.  Fotos vom unrestaurierten Originalzustand sind vorhanden. Der Fußraum bietet mit einer Höhe von 61,5 cm und einer Breite von 54,5 cm eine großzügige Beinfreiheit.

1.980,00 €