Große Biedermeier Anrichte aus massiven Nussbaum, mit 2 Türen und einer Schublade, aus der Zeit um 1830. Diese Anrichte befindet sich in einem restaurierten Zustand mit mattierter Schellackoberfläche.
Der zu den Seiten hin stark gerundete Korpus wird von Klotzfüßen getragen. Die aufschlagenden Türen sind mit Messing-Fitschenbändern angeschlagen. Die zweiteilig gegliederte große Schubladenblende schlägt ebenfalls auf den Korpus auf. Die Rahmen der Türen sind aus ungewöhnlich breiten Friesen gefertigt, deren Füllungen eine untereinander gespiegelte, gefladerte Holzmaserung zeigen.
Die beiden Schlösser, einer der Schlüssel und die kleinen Messing-Schlüsselschilder an den Türen, in der für das Biedermeier typischen Wappenform, sind original zugehörig. Im Inneren befindet sich ein durchgehender Fachboden. Darüber und darunter lassen sich Aktenordner aufstellen, wenn man diese etwas schräg einschiebt. Bei der schreinerischen Verarbeitung des lebhaften und eher hellem Nussbaumholz hat man zum Einen gute Holzauswahl getroffen. Zum Anderen war man nicht knauserig. es wurden bis zu 23 mm stark ausgehobelte Nussbaum Bretter verarbeitet. Es handelt sich hier um ein sehr solides und wertiges Gebrauchsmöbel mit einer rund 200 Jahre alten Geschichte.
Weitere Fotos folgen in Kürze.Eleganter Biedermeierschrank aus Nussbaum mit ebonisierten Vollsäulen und Zierelementen, restauriert und mit Schellack poliert, süddeutsch um 1820.Es handelt sich bei diesem Schrank um einen voll zerlegbaren Schrank mit zwei Türen, der bis auf wenige Elemente aus massivem Nussbaumholz gefertigt ist (Im Bereich vom Sockel und Kranz sind Elemente mit Nussbaum-Sägefurnier belegt). Das Kranzgesims ist vorstehend und der Sockel zeigt im Bereich der Säulen Verkröpfungen. Die Schranktüren und Seiten sind jeweils mit drei Füllungen ausgestattet. Oben und unten sehen wir jeweils eine große Füllung, deren Nussbaumholz gespiegelt verleimt wurde. Zwischen den großen Füllungen ist eine kleinere querrechteckigen Füllung vorhanden, auf die ebonisierte Rauten aufgesetzt sind. Der Aufbau von den Türen entspricht auch dem Aufbau der Seiten. Bei den Türen sind zusätzlich auf den ebonisierten Rauten Messingknöpfe montiert, die einen schönen Kontrast erzeugen. Ein ebonisierter Halbrundstab bildet den Übergang von den Türen zu den kräftigen, ebenfalls ebonisierten Vollsäulen, die mit Basen und Kapitellen aus Messing ausgestattet sind. Der Innenraum zeigt ein schönes Innenleben mit Einlegeböden, Stellbrett und Hutablage. Unterhalb der Hutablage sind auf der linken Seite 4 kleine Schubladen vorhanden, die an kleinen Knöpfen aus Messing herausgezogen werden können. Die linke Türe wir durch einen schwenkbaren, geschmiedeten Haken verriegelt, der an der Mittelwand der Inneneinteilung befestigt ist. Die rechte Tür lässt sich mit dem originalen Kastenschloss verriegeln. Ein wirklich prächtiger und stattlicher Schrank, der aufgrund der geringen Höhe von knapp 190 cm in jede Räumlichkeit zu hineinpasst. Schön wäre ein Platz, bei dem der Schrank auch seitlich gut zu sehen ist. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Vitrinentisch aus Rosenholz mit feinen, feuervergoldeten Bronzeapplikationen, restauriert und mit Schellack poliert, Neobarock von ca. 1860. Dieser Vitrinentisch ist frei im Raum stellbar und ist in sehr hoher Qualität verarbeitet. Rundherum ist das Tischchen mit Rosenholz furniert. Die geschweiften Beine verjüngen sich nach unten hin und enden in Sabots aus Bronze. Im oberen Bereich sind sehr plastische Applikationen über Eck auf den Beinen montiert. Alle vier Tischzargen sind geschweift und mit ebenfalls geschweiften Glasscheiben ausgestattet. Alle Glasscheiben sind original zugehörig. Das Glas der Tischplatte ist etwas angelaufen und zeigt leichte Gebrauchsspuren. Feuervergoldete Ornamentleisten Rahmen die Außenseiten der Gläser.Auf der Vorderseite ist unter der Platte ein kleiner Druckknopf aus Messing, durch den die verglaste Tischfläche geöffnet werden kann. Die Tischplatte ist an den Außenkanten geschweift ausgearbeitet und wird an der Außenkante und um die Verglasung herum von Ornamentstäben aus Bronze geschmückt. Klappt man den Vitrinentisch auf, wird das Rosenholz an der Innenseite der Tischplatte sichtbar, ebenso die feine Verarbeitung an den eingelassenen Bändern und dem Riegel. Die Ablagefläche im Innenraum ist mit festem Wollfilz ausgeschlagen, welches einen schönen Kontrast zu den präsentierten Objekten bietet. Die Verglasungen werden innen durch Kordeln aus Messingfäden geschmückt. Dieser Vitrinentisch befindet sich in einem voll funktionsfähigen, restaurierten Zustand. Im Zuge der Restaurierung wurden alle Bronzen gereinigt, Furnier niedergeleimt, das Holz mit Schellack poliert und die innere Ablagefläche mit neuem Wollfilz ausgeschlagen. Fotos vom Zustand vor der Restaurierung sind vorhanden.
Louis Seize Tabernakelsekretär aus Nussbaum mit schön gewachsener Patina, schonend restauriert, aus der Zeit um 1800. Im Zuge der Restaurierung wurde die Funktion wiederhergestellt, Leimarbeiten vorgenommen, die Innenräume gereinigt und mit Schellack ausgepinselt. Die vorhandene Oberfläche wurde gereinigt und aufgefrischt. Ein schönes Möbel für Liebhaber, bei denen alte Möbel auch wirklich alt aussehen dürfen.Dieser Louis Seize Tabernakel Sekretär ist gegliedert mit einer dreischübigen Kommode und einem Tabernakelaufsatz. Die Kommode steht auf fünf gedrechselten und kannelierten Füßen, deren einschlagende Schubladenfronten jeweils durch drei Scheinfüllungen aus geschnitzten, geschuppten Bändern gegliedert werden. Diese Bänder werden in den Zwickeln und ober- und unterhalb der Louis Seize Zugbeschläge von geschnitzten Blüten unterbrochen. In den Seitenteilen der Kommode sind abgeplattete Füllungen, die rundum von Kanneluren gerahmt werden. In den Zwickeln der Rahmen sind ebenfalls geschnitzte Blüten zu sehen. Mit der profilierten Kommodenplatte ist ein Schrägklappenaufsatz fest verbunden. Von hinten wird der Tabernakelaufsatz mit den 16 kleinen Schubladen aufgesetzt bzw. eingeschoben. Diese Schubladen sind in der gleichen Manier, aber etwas einfacher geschnitzt, als die Felder auf den Schubladenfronten der Kommode. An einen vergleichbar geschnitzten Rahmen ist die beschnitzte und verglaste Tabernakeltür mit Eisen Fitschenbändern angeschlagen. Dahinter befindet sich beidseitig ein kleines bewegliches Holzklötzchen, mit dem sich die kleinen Schubladen zentral verriegeln lassen. Oberhalb der Tabernakeltür verläuft ein Kranzprofil mit Zahnleiste. Darüber erhebt sich ein fest verbundenes Kästchen mit einer Glastür, welches von zwei geschweiften, mit einem Mäandermotiv beschnitzten Stellbrettern flankiert wird. Darüber sehen wir wiederum eine Zahnleiste als Abschluss. Sämtliche Knöpfe und Handhaben des Tabernakelsekretärs sind original zugehörig. An Letzteren ist die Vergoldung noch teilweise erhalten. Lediglich die Schlüsselschilder und die Schlösser der Kommode sind sekundär. Hinter der oberen Glastür steht ein sogenannter Vorderzappler aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts, der nach Angabe des Vorbesitzers laut Überlieferung schon immer dort seinen Platz hatte. Es gibt ausgesprochen hochwertige und vornehme Möbel, in die schon bei der Herstellung in die Bekrönung eine Uhr eingebaut wurde. Vermutlich hatte sich dadurch jemand inspirieren lassen und das Möbel entsprechend anfertigen lassen. Der Vorderzappler ist aus dem 18. Jahrhundert. Das ganz im barocken Formengut verhaftete Gehäuse von ca. 1750 ist später maseriert worden. Es besitzt eine Spindelhemmung. Eine Weckfunktion wurde aus dem Werk entfernt. Das Werk ist gangbar, aber nicht auf die Laufgenauigkeit geprüft worden. Das Kuhschwanzpendel und die gesägten Zeiger sind aus Messing. Zusätzliche Maße: Schreibhöhe mit aufgeklappter Pultfläche 90 cm. Maße des Uhrengehäuses: Höhe 25 cm, Breite 17,5 cm, Tiefe 8,5 cm.
Ausnehmend eleganter und qualitätsvoller Biedermeier Salontisch mit runder Platte und Säulenfuß, Nussbaum Sägefurnier auf Eiche, aus der Zeit um 1820. Ein sehr schönes Design. Selbst die tropfenförmige Säule ist mit schönem Nussbaum Sägefurnier belegt. Dieser Biedermeiertisch wurde unter Erhalt der Patina restauriert. Gebrauchsspuren wurden bewusst nur mit Schellack überpoliert, um den schönen Gesamteindruck zu bewahren. Eine Qualität aus der Biedermeierzeit, die selten auf dem Markt zu finden ist. Eines unserer Lieblingsstücke.
Elegante Biedermeierkommode aus hellem Nussbaumholz, mit freistehenden Säulen und vier Schubladen. Ein schlichtes, klassisches Design mit schönen Holzmaserungen, wie es im Biedermeier üblich war.Diese süddeutsche Biedermeier Kommode, von ca. 1820 ist mit Nussbaum-Sägefurnier auf Nadelholz und Eiche belegt und steht auf Klotzfüßen. Auf der Kommodenplatte und den Seitenteilen ist das Sägefurnier einfach, auf der Kommodenfront doppelt gespiegelt. Die kräftigen, freistehenden Säulen sind ebonisiert und mit gegossenen Messingkapitellen und -basen versehen. Die obere Schublade ist vorgesetzt und lässt sich durch verdeckte Griffmulden an der Unterkante aufziehen. Die anderen drei Schubladen sind mit den original zugehörigen Schlössern ausgestattet. Zierliche Ebenholz Wappenschilder fungieren als Schlüsselbuchsen. Alle Schubladen sind sehr leicht gängig und wurden mit Schellack innen ausgepinselt. In der oberen Schublade befindet sich eine originale Einteilung mit Trennwänden. Bei der Restaurierung wurde die alte Patina erhalten und über die alten Gebrauchsspuren mit Schellack poliert, ohne dass das Holz geschliffen wurde. Durch den sehr guten Erhaltungszustand, in dem sich die Biedermeier Kommode vor der Restaurierung befand, war dies möglich. Fotos vom unrestauriertem Zustand liegen vor.
Süddeutsche Barockkommode aus Nussbaum mit 3 Schubladen, restauriert und mit Schellack poliert, von ca. 1760. Diese große Barockkommode mit gebauchter und mehrfach gebrochener Front steht auf gedrückten Kugelfüßen. Die Schubladenfronten sind durch jeweils fünf Felder gegliedert, die äußeren beiden sind quadratisch und die mittlere quer-rechteckig. Die Felder aus Nussbaum bzw. Halbmaser sind jeweils durch Bandintarsien aus Zwetschge und Ahorn begrenzt. Auf der Kommodenplatte, parallel zum umlaufenden Profil, sehen wir eine schmale Ahornintarsie. Die zentralen Motive sind zwei große Felder aus Nussbaum, die durch Bandintarsien aus Zwetschge und Ahorn gerahmt sind. Diese werden von einem umlaufenden Streifen Halbmaser begrenzt, der wiederum durch Zwetschge und Ahorn Bandintarsien gerahmt ist. Die Seiten zeigen je ein schlichtes, gerahmtes Feld mit gespiegeltem Nussbaum.Die hübschen Messingbeschläge sind original zugehörig. Zwei Schnappschlösser haben sich erhalten. In der oberen Schublade wurde das fehlende Schloss bei der Restaurierung durch ein zeitlich passendes Tourenschloss aus unserem Fundus ergänzt. Die Schubladen wurden in früherer Zeit innen dunkel gebeizt und zeigen schöne Werkspuren des Schrupphobels. Die Beize haben wir belassen und den Innenraum mit Schellack ausgepinselt.Ein ansprechendes Barockmöbel, welches wir Ihnen zu einem moderaten Preis anbieten können. Fotos vom unrestaurierten Originalzustand sind vorhanden.
Ein schöner Barock-Tabernakelsekretär aus Nussbaum mit reichhaltiger Marketerie aus verschiedenen Hölzern, restaurierter Zustand, Kirchheim Teck von ca. 1740. Ein sehr schönes und qualitätsvolles Exemplar der Kirchheim-Teck Möbel. Eine sehr feinteilige Marketerie aus verschiedenen Edelhölzern, teils gefärbten und brandschattierten Hölzern. Dargestellt sind u.a. figürliche Jagdszenen und verschiedene Vögel. Weitere Fotos folgen in Kürze.Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Klassische Biedermeierkommode aus Nussbaum mit drei Schubladen, ebonisierte Vollsäulen mit vergoldeten Kapitellen und Basen, süddeutsch um 1820. Diese Biedermeierkommode befindet sich in einem restaurierten, voll funktionstüchtigen Zustand mit schellackpolierter Oberfläche.Der Korpus ist mit drei Schubladen ausgestattet und steht auf den originalen, ausgestellten Beinen. Die zwei unteren Schubladen werden von ebonisierten Vollsäulen flankiert, die mit vergoldeten Basen und Korinthischen Kapitellen geschmückt sind. Hierbei handelt es sich um Holz mit einer schönen Polimentvergoldung. Beide Säulen "tragen" die vorstehende, obere Schublade. Die Schubladen sind sehr leicht gängig und werden an den Schlüsseln herausgezogen.
Fein intarsierte Louis Seize Kommode, Nussbaum-Sägefurnier auf Nadelholz, mit Bandintarsien, Beschlagwerk und Schlösser sind original zugehörig, aus der Zeit um 1780. Diese schöne Kommode befindet sich in einem restaurierten Zustand mit schellackpolierter Oberfläche. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Diese Louis Seize Kommode, aus der Zeit um 1780 steht auf intarsierten Spitzkantfüßen und zeigt eine komplett gebauchte Front. In England werden Kommoden diese Kommodenformen als "Bowfront Drawer Chest" bezeichnet. Sämtliche Sichtflächen sind mit Nussbaumfeldern belegt, die von Bandintarsien aus Eben- und Ahornholz begrenzt werden und außen von queraufgelegten Nussbaum-Sägefurnier gerahmt werden. Auf der Kommodenplatte zeigt das zentrale Feld eine Kreuzfuge, die Kommodenseiten jeweils Funierspiegelungen. Die äußere Rahmung der aufschlagenden Schubladen, der Viertelstab als Teil des Plattenprofils und die Sockelleiste sind aus Eibe gefertigt. Sämtliche Schlösser, gegossene Messing Schlüsselschilder und Handhaben sind original zugehörig. Durch die äußerst sorgfältige Holzauswahl und die qualitätsvolle Bauweise war die Kommode vor der Restaurierung bereits in einem schönen Zustand ohne Verwerfungen oder Risse. Selbst der Korpusboden ist nicht einfach aus einem Brett gefertigt, sondern in einer Rahmen- und Füllungsbauweise. Im Zuge der Restaurierung wurde die Kommode mit Schellack von Hand poliert. Gebrauchsspuren wurden bewusst belassen. Alle drei Schubladen wurden innen mit Schellack ausgepinselt. Die Flecken auf den Schubladenböden lassen sich leider nicht entfernen, ohne viel Substanz abzutragen. Auf Wunsch, können wir die Schubladen mit einem schönen Stoff oder einer historischen Tapete ausschlagen (gegen Aufpreis). das kann auch sehr edel aussehen.
Diese formschöne Barockkommode aus Nussbaum und Kirschbaum wurde in der Zeit um 1760 in Sachsen gefertigt. Sie ist stehend furniert, üppig gebaucht und im Sockelbereich mit einer Schürze und eleganten Zwickeln gestaltet. Die kräftig profilierte Kommodenplatte schwingt im hinteren Bereich eindrucksvoll nach außen. Die Fläche ist mit einem Feld aus einem lebhaften, dunklen Nussbaumfurnier mit Kreuzfuge gestaltet und mit schönem Kirschbaum-Sägefurnier umrandet. Auf den Seitenwänden wird das gespiegelte Nussbaumfurnier von quer aufgelegtem Nussbaum flankiert. Die drei aufschlagenden, mit feinen Lippen gerahmten Schubladenfronten zeigen Nussbaumfelder, die ebenfalls von hellerem Nussbaum gerahmt sind. Die Handhaben und Schlüsselschilder sind später hinzugekommen, waren vor der Restaurierung aber schon vorhanden und passen stilistisch sehr gut. Die Schlösser sind original zugehörig. Ein Schlüssel ist vorhanden, der bei allen drei Schlössern passt. Die Kommodenplatte ist durch eine liegende Gradleiste zuverlässig gegen Verwerfungen geschützt und dadurch sehr gerade geblieben.Die Kommode wurde im Zuge der Restaurierung mit Schellack seidenglänzend mit Schellack von Hand poliert. Sie hat uns unmittelbar begeistert. Trotz einer beachtlichen Gesamtbreite von 133 cm wirkt sie, durch ihre bewegte Formgebung und den Umstand, dass der Korpus lediglich 114 cm breit ist, nicht ausladend. Es wurde sehr ausgewähltes Sägefurnier verwendet, welches eine schöne Holzmaserung und einen leuchtenden Farbton zeigt. Die Innenräume sind sauber und wurden mit Schellack mattiert. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Spätbarocke Kommode mit einer Breite von knapp über einem Meter, drei Schubladen, Nussbaum Sägefurnier und andere Edelhölzer auf Nadelholz furniert, süddeutsch um 1770. Diese Kommode befindet sich in einem restaurierten Zustand mit mattierter Schellackoberfläche. Der geschweifte Korpus steht auf gedrechselten Füßen, ist relativ streng gehalten und zeigt ein schönes Farbenspiel zwischen den ebonisierten Elementen (Sockel- und Plattenprofil, Traverse und Lisenen) und dem farbenfrohen, leuchtenden Nussbaumholz.Auf der Kommodenplatte, den Seitenwänden und den Schubladenfronten sehen wir mehrfach gerahmte Funierfelder. Das Feld auf der Kommodenplatte und die zentralen Felder auf den konkav geschweiften und doppelt gebrochenen Schubladenfronten sind mit Bandelwerk intarsiert. Das Bandelwerk besteht zum einen aus querfurnierten Nussbaumholz, flankiert von hellen Ahorn-Fadenintarsien. Zum anderen aus Amarant (dunkelrotes Furnier), ebenfalls flankiert von Ahorn-Fadenintarsien. Die Felder der Seitenwände wurden mit einem gespiegelten Funierbild gestaltet. Diese Barockkommode wurde im Zuge der Restaurierung mit Schellack mattiert. Leichte Alters- und Gebrauchsspuren wurden belassen und überpoliert/mattiert. Die Handhaben und Schlüsselschilder sind sekundär. Wir wählten runde, gegossene Louis Seize Beschläge aus Messing, die den verbliebenen Abdrücken auf den Schubladen entsprachen und sich mit unserer Erfahrung decken, dass die, im späten 18. Jahrhundert entstandenen Barock Kommoden in aller Regel schon Louise Seize Beschläge aufweisen. Die Schlösser sind original zugehörig. Hierbei handelt es sich um Schnappschlösser oder auch Altdeutsche-Schlösser genannt. Sowohl beim Öffnen, als auch beim Zuschieben der Schubladen muss der Schlüssel betätigt werden, da der Schlossriegel automatisch durch eine Feder verriegelt. Auf Wunsch fertigen wir Ihnen 2 weitere Schlüssel an. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Datierter Louis Seize Intarsienschrank aus Kirschbaum, mit zwei Türen und 4 Schubladen, mittig teilbar, restauriert und mit Schellack poliert, datiert 1820. Der Schrank steht auf seinen 5 originalen Stempelfüßen. Der Korpus zeigt abgeschrägte Vorderkanten und ist leicht gebaucht (der Korpusist mittig etwas tiefer). Im unteren Bereich sind zwei Schubladen und zwischen den Türen ein festes Mittelbrett. Beide Türen sind jeweils mit einem Schloss ausgestattet und lassen sich separat voneinander öffnen. Innen sind herausnehmbare Einlegeböden vorhanden, sowie zwei Schubladen in der linken Korpushälfte. Von den Füßen bis zum Kranzgesims sind reichhaltige Intarsien, Bandintarsien und Blockintarsien aus verschiedensten Edelhölzern eingelegt. Eine unheimlich detaillierte Arbeit, die weitgehend geometrische Formen zeigt. Die Türfüllungen und anderen Felder sind mit Esche Halbmaser Sägefurnier belegt. Über den Türen sind die Ziffern und Buchstaben C1E8M2B0 intarsiert und zusätzlich graviert. Daraus lässt sich das Herstellungsjahr 1820 herauslesen und die Initialen der ursprünglichen Besitzer "CE MB". Vielleicht war es auch ein Hochzeitsschrank. Stilistisch ist das Jahr 1820 eine späte Herstellung, da in diesem Zeitraum bereits der schlichte Biedermeierstil populär war. In ländlichen Regionen war man jedoch oftmals stilistisch 10-30 Jahre hinterher, was auch an datierten Vergleichsobjekten nachzuvollziehen ist. Vor der Restaurierung befand sich der Schrank in einem ausgesprochen guten Erhaltungszustand. Fotos sind vorhanden. Ein wirklich schöner Intarsienschrank. Nicht zu groß, nicht zu klein – passt in jedes Zimmer rein.
Kirschbaum Bodenseeschrank mit Intarsien, restauriert und mit Schellack poliert, aus der Zeit um 1800. Auf 5 Spitzkantfüßen stehender, hochgeschweifter und an den Seiten abgeschrägter Korpus aus massiven Kirschbaum. Auf den Abschrägungen sehen wir Bandintarsien aus Ahorn und Ebenholz und ein rundes Feld aus Maserholz. In den doppelt abgeplatteten Türfüllungen sind zentrale Faltsterne aus diversen Hölzern, u.a. Ebenholz und Ahorn. Diese sind von Bandintarsien aus Zwetschge und Ahorn gerahmt. In den Zwickeln ist ein kleiner Ahornkreis in Ebenholz eingelegt. Das Mittelbrett ist besonders reich verziert. Längliche Felder aus fischgrätartig gelegten und quadratische aus Maserknolle, von Bandintarsien gerahmt. Mit Messing Fitschenbändern sind die Türen angeschlagen und lassen sich um ca. 180° öffnen. Die linke Türe wird durch einen Federmechanismus verschlossen. Zum Öffnen der linken Türe zieht man in der rechten, geöffneten Korpushälfte an einer Metallstange, die sich an der Mittelwand befindet. Geschlossen wird die rechte Türe durch einfaches Zudrücken. Die geprägten Schlüssel- und Zierbeschläge aus Messing, sowie das schwere Kastenschloss mit Messingzierplatte sind sekundär, aber original aus der Zeit. Der Korpus ist mittig teilbar und wird durch gedrechselte, hölzerne Schrauben zusammengehalten. Im Inneren befinden sich Einlegeböden und zwei Schubladen. Im Zuge der Restaurierung wurde der Bodenseeschrank mit Schellack poliert und das Innere mit Schellack ausgepinselt.Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Kabinettschrank aus der Spätrenaissance, Nussbaum massiv und Nussbaum Sägefurnier auf Nadelholz, mit Geheimfach und 28 Schubladen, reichhaltige Schnitzereien, ziselierte Beschläge und geschmiedete Zierkugelkopfnägel, aus der Zeit um 1680, Untergestell sekundär (19. Jh.). Dieser Kabinettschrank befindet sich in einem schönen, restaurierten und voll funktionstüchtigen Zustand. Im Zuge der Restaurierung wurden leichte Gebrauchsspuren belassen, die zu der Geschichte des Möbelstücks gehören. Der Kabinettschrank besteht aus drei Elementen, die aufeinander gestellt werden. Der Unterbau ist in der Art eines Tisches gefertigt, mit Füßen, einer Sockelplatte, Pilastern, einer Rückwand und einem Zargenrahmen. Darauf wird der zweitürige Kabinettschrank gestellt und als Abschluss dient ein getrepptes Korpuselement, welches mit vier Schubladen ausgestattet ist. Von außen ist der Kabinettschrank relativ schlicht gehalten, mit zwei Türen, fünf Schubladen und Kissenfüllungen an den Seiten und auf den Türen. Die schön gestalteten Eisenbeschläge wecken jedoch schon Neugierde auf Mehr im Innenraum. Kabinettschränke waren in der Regel Luxusmöbel, die für Sammlungsstücke von Kuriositäten aus aller Welt gedacht waren. Tatsächlich sind viele Kabinettschränke von außen sehr Zurückhaltend in der Dekoration, da diese im Alltag geschlossen blieben. Bei Besuch oder festlichen Anlässen wurden die Kabinettschränke geöffnet präsentiert und es wurde gezeigt, was man an Kostbarkeiten hatte. Innen zeigt sich der Kabinettschrank in seiner vollen Pracht. Zu sehen ist schönes Nussbaumholz mit reichhaltigen Schnitzereien, welches einen schönen Kontrast zu den ziselierten Eisenbeschlägen bildet. Die Ziselierungen sind auf den Beschlägen der Schubladen teils abgenutzt und wurden im Istzustand belassen. Alle Beschläge sind mit schönen, geschmiedeten Kugelkopfnägeln befestigt, die gleichzeitig auch als Zierelement dienen. Im Zentrum ist eine kleine Türe vorhanden. Öffnet man diese, ist im hinteren Teil eine Blende, hinter der sich das Geheimfach mit 10 Schubladen (kleine & feine Schubladen) verbirgt. Um daran zu gelangen, müssen sie Bossen etwas zur Seite geschoben werden und schon lässt sich die Blende herausnehmen. Zustand: Der Kabinettschrank befindet sich in einem voll funktionstüchtigen, restaurierten und gepflegten Zustand mit leichten, bewusst belassenen Alters- und Gebrauchsspuren. Die Ziselierungen, besonders an den Schubladenbeschlägen sind teils nur noch schemenhaft erkennbar und wurden lediglich gereinigt und konserviert.
Prächtiger Barockschrank, bemalte Oberfläche mit reichhaltigem Bandelwerk, restaurierter Zustand unter Erhalt der vorhanden Farbfassung, Linz/Österreich, 18. Jahrhundert. Es handelt sich um einen zweitürigen, gefassten Spaltschrank aus der Region Linz, der im späten 18. Jahrhundert gebaut wurde. Typisch für diesen Linzer Schranktyp ist der barock ausgesägte Sockel, der auf fünf in Brettbauweise gefertigten Füßen steht. Die Füße sind reichhaltig mit Voluten und Schnitzereien verziert. Das vielfach getreppt-profilierte Kranzprofil ist geschweift und abgesetzt. Die Form der beiden Türen verläuft analog dazu. Die geschmiedeten Langbänder mit Bordürenmuster und Sonnenwirbeln beschlagen. Das doppelzüngige Schnapp-Kastenschloss ist schmiedeeisern verziert und mit einer geriebenen Barockornamentik geschmückt. Die Messing-Schlüsselschilder sind im Louis-Seize Stil getrieben und graviert. Der Schrank schließt zur Rückwand hin, mit Pilastern und dementsprechender Verkröpfung der Sockel- und Kranzprofile ab. Die Schlagleiste an der rechten Türe bildet, im Zusammenspiel mit den Profilverkröpfungen, einen weiteren zentralen Pilaster. Tief eingezogene Vertikale Abrundungen bilden den Übergang von der Front- zu den Seitenansichten. Gemaltes Bandelwerk, Blumen- und Traubenmotive, sowie Mascarons schmücken den Schrank. Die gemalten Felder aus Blumen und Trauben auf der Innenseite der Türen sind möglicherweise späteren Datums, dürften aber auch mindestens aus dem 19. Jahrhundert stammen. Zustand:Schreinerisch komplett restauriert und funktionstüchtig gemacht, innen mit Einlegeböden ausgestattet (Kleiderstange zusätzlich auch möglich) und mit Schellack ausgepinselt. Die vorhandene, bemalte Oberfläche wurde nur partiell retuschiert (ältere Retuschen vorhanden) und auch nicht mit einem Firnis überzogen. Dadurch hat der Schrank seinen Charakter behalten und sieht nicht neu bemalt aus. Liebhaber von Volkskunst legen Wert auf eine zurückhaltende Restaurierung. Den Vorzustand haben wir fotografisch festgehalten.
Ein sog. "Drum Table" aus Satinholz mit 4 Schubladen, stehend auf 4 Rollen mit Plinthe und Säulenfuß, England um 1800-1820. Ein seltenes Modell in feiner Verarbeitung und in einem schönen, restaurierten Patinazustand. Die Tischplatte ist mit einem leicht grünlich eingefärbten Ring aus Nussbaumholz eingelegt. Von der Formgebung ist der Tisch ähnlich unseren deutschen Biedermeiertischen, jedoch ist dieser noch mit Schubladen ausgestattet. Rundherum ist die Zarge mit 8 Schubladenblenden dekoriert, wobei es sich lediglich um 4 echte Schubladen mit Lippenrand handelt. 2 Schlüssel sind vorhanden, die bei allen Schlössern passen. Im Zuge der Restaurierung wurden Gebrauchsspuren bewusst belassen und mit Schellack überpoliert. Ein schöner runder Tisch mit Charme, der in einer hohen Handwerkskunst gefertigt wurde.Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Der Barockschrank auf der rechten Seite des Fotos ist verkauft. Durch einen sehr großen Zufall, konnten wir kurz nach dem Verkauf einen nahezu identischen Schrank erwerben, der mit Sicherheit aus der gleichen Werkstatt stammt. Fotos von dem neu erworbenen Schrank (im unrestaurierten Zustand) sind auch in den Produktfotos gelistet und entsprechend mit einer Beschriftung gekennzeichnet. Aktuell wird dieser unter Erhalt der vorhandenen Oberfläche restauriert (Fertigstellung voraussichtlich April/Mail 2026). Optisch wird dieser anschließend wie der verkaufte Schrank aussehen. Bei Interesse freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.Die Neuerwerbung unterscheidet sich nur in kleinsten Details zu dem bereits verkauften Schrank. Maße sind nahezu identisch (Höhe etwas geringer, da andere Füße). Schnitzereien unterscheiden sich und das Furnier ist an ein paar Stellen leicht anders aufgelegt. ----Beschreibung von dem verkauften Schrank: Barocker Pilasterschrank aus Nussbaum, mit 2 Schubladen, zwei Türen, 11 Pilastern, 2 Ädikulä und Bastionsfüllungen, schön restaurierter Zustand unter erhalt der Patina, wohl Straßburg um 1735. Ein Kunstwerk in der Formgebung und der sehr aufwendigen Verarbeitung. Dieser höfische Barockschrank ist mit starkem Nussbaum-Sägefurnier auf Nadelholz belegt und wird an zahlreichen Feldern von feinen Ahorn-Fadenintarsien geschmückt. Der Schrank ist komplett zerlegbar und wird mit Holzkeilen verbunden. Beide Türen zeigen eine ausgewogene Dekoration in Form von kleinen Tempeleingängen (Ädikula), die im Zentrum mit einer Bastionsfüllung verziert sind. Interessant ist: Die Darstellung der Ädikulä (ohne Giebel, Schnitzereien und Bastionsfüllung) spiegeln in verkleinerter Ausführung bis in kleinste Details den Gesamtaufbau des großen Barockschranks wider. So beginnt die Ädikula im unteren Bereich mit einem verkröpften Sockelbereich, der sowohl in der Gestaltung als auch in den reichhaltigen Profilierungen identisch mit dem großen Schrank sind. Darauf folgen die aufgesetzten Pilaster mit den gleichen barocken Marketeriefeldern, wie auf den großen Pilastern. Auch die geschnitzten Kapitelle und das sehr aufwendige Kranzgesims sind in gleicher Manier gestaltet, wie bei dem großen Schrank. Eine sehr bemerkenswerte Handwerkskunst, diese aufwendige Arbeit auch noch in verkleinerter Form dazustellen. Der Sockel steht auf den originalen, gedrückten Kugelfüßen aus massivem Nussbaumholz und ist mit zwei geräumigen Schubladen ausgestattet. Die Schubladen lassen sich über den Innenraum mit zwei Eisenstangen mit Messingknopf verriegeln. Über dem Sockelelement folgen die beiden Türen, die mit kraftvollen Fitschenbändern aus Messing angeschlagen sind. Drei furnierte Pilaster mit geschnitzten Kapitellen gliedern die Front. Seitlich sind zwei Füllungen zu sehen und auch jeweils zwei Pilaster. Der aufgesetzte Kranz ist aufwendig getreppt profiliert und verkröpft. Verwendet wurde hier massiver Nussbaum und stehendes Nussbaum-Sägefurnier. Innen bietet der Schrank viel Stauraum mit einem Mittelbrett, zu beiden Seiten jeweils vier Einlegeböden und einer Kleiderstange. Die Einlegeböden sind sekundär und können bei Bedarf nach Ihren Wünschen abgeändert werden. Die linke Türe wird durch einen schönen, geschmiedeten Riegelmechanismus verschlossen, die rechte Tür durch ein Altdeutsches Kastenschloss mit zweitourigen Doppelriegel.Sämtliche Furniere sind aus sehr starkem Nussbaum-Sägefurnier belegt, die an den Kanten auf Gehrung geschnitten sind. Dies ist ein gutes Qualitätsmerkmal. Zahlreiche Flächen werden von Ahorn-Fadenintarsien begrenzt, sowohl auf den großen und kleinen Pilastern, als auch auf Flächen am Sockel. Sie begrenzen kleine barocke Felder, die zusätzlich zu dem Spiel aus hellem und dunklerem, stehend und liegend furniertem Nussbaum das Auge erfreuen. Der Schrank befindet sich in einem einwandfreien Zustand mit einer schönen Patinaoberfläche, die im Zuge der Restaurierung nicht erneuert, sondern lediglich aufgefrischt wurde. Fotos vom Zustand vor der Restaurierung sind vorhanden.
Transportkosten vor einem Kauf bitte Anfragen!Stattliche Biedermeierkommode mit einer Höhe von 105,5 cm, vier Schubladen und Vollsäulen, Nussbaum Sägefurnier auf Nadelholz, restaurierter Zustand, aus der Zeit um 1820. Diese qualitätsvolle Kommode steht auf hohen Stempelfüßen. Die Front wird durch zwei kräftige, ebonisierte Vollsäulen flankiert, die mit Kapitellen und Basen aus Messing ausgestattet sind. Im unteren Bereich befinden sich drei Schubladen. Die darüberliegende Schublade ist vorspringend und wird sozusagen von den Säulen "getragen". Die Schubladen sind mit vierfach gespiegeltem Nussbaum-Sägefurnier belegt und zeigen ein schönes, durchlaufendes Holzbild. Als Schlüsselschilder dienen eingelegte Wappen aus Ebenholz. Es waren an dieser Kommode noch nie Beschläge montiert, wodurch das schöne Furnierbild nicht durch Bohrungen etc. beschädigt wurde. Allseitig ist schön ausgewähltes Nussbaum-Sägefurnier aufgelegt, welches nicht stark abgeschliffen ist und dadurch eine kräftige Furnierstärke zeigt.Seitlich sind jeweils zwei gespiegelte Furnierbilder mit einer schönen Holzmaserung aufgelegt, die auch über die Plattenkante aufgelegt sind. Auf der Kommodenplatte ist ein Furnierbild in Form einer Kreuzfuge aufgelegt. Die Plattenkante wird dreiseitig durch eine ebonisierte Rundung geschmückt. Sowohl die ebonisierte Sockelleiste, als auch das schlichte Plattenprofil zeigen die Strenge des Möbelstücks. Diese Kommode ist überdurchschnittlich qualitätsvoll gefertigt. Es fängt an mit einer Holzkonstruktion, die solide und fein verarbeitet ist. So befinden sich zwischen den Schubladen sogenannte Staubböden, die wie eine Füllung eingesetzt sind. Die Eckverbindungen an den Schubladen sind sehr sauber gezinkt. Alle Schubladenfronten wurden von innen mit Nadelholz-Sägefurnier stehend furniert. Dadurch sind die Schubladenfronten alle sehr gerade und nicht verzogen. Die geschmiedeten Kastenschlösser sind alle original zugehörig, die Schlüssel wurden im Zuge der Restaurierung ergänzt. Bei dem Kastenschloss der oberen Schublade handelt es sich um ein Sicherheitsschloss. Wird dieses 2x verschlossen, lässt es sich nicht mehr regulär öffnen. Zum Öffnen dreht man den Schlüsselbart im Schloss nach oben und zieht etwas kräftiger an dem Schlüssel. Im Schloss wird dadurch ein Mechanismus gelöst, der anschließend das normale Öffnen wieder ermöglicht. Zwei Schlösser haben wir ausgebaut fotografiert. Das linke Schloss ist das Sicherheitsschloss.Im Zuge der Restaurierung wurden die Kommode mit Schellack poliert. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Biedermeierkommoden in mittlerer Qualität gibt es häufig auf dem Markt. In dieser Qualität sind diese Kommoden äußerst rar. Durch die edle Verarbeitung und die Größe bringt die Kommode einiges an Gewicht zusammen. Daher bitte vor einem Kauf die Transportkosten bei uns anfragen.
Prachtvoller Louis-Philippe Schreibtisch aus Nussbaum mit Aufsatz, Spiegel, Geheimfächern und Ledereinlage, aus der Zeit um 1850/60. Dieser Schreibtisch stammt aus ehemaligem Schlossbesitz und befindet sich in einem restaurierten Zustand. Der Unterbau steht auf vier gedrechselten Beinen. Seitlich befinden sich je zwei übereinander liegende Schubladen, dazwischen ist eine deutlich breitere Schublade angeordnet. Hinter allen fünf Schubladen befinden sich je eine geheime Schublade. Dadurch wird dieser Schreibtisch zu einem wahren Raumwunder. In die Schreibplatte ist eine dunkelbraune Ledereinlage eingelassen. Dahinter erhebt sich ein Aufsatz, der mit einer umlaufenden Galerie abschließt. Ein großes Ablagefach mit einer verspiegelten Rückwand wird von je zwei übereinander liegenden Schubladen flankiert. Darüber befinden sich drei Ablagefächer nebeneinander, wovon das mittlere Fach auch noch verspiegelt ist (ein durchlaufender Spiegel). Alle Sichtflächen sind mit gespiegeltem Nussbaumfurnier gestaltet. Die Schubladen des Schreibtisches sind mit Messingeinsteckschlössern ausgestattet. Diese sind original zugehörig und funktionstüchtig. 3 Schlüssel sind vorhanden und es lassen sich alle Schubladen verschließen. Die ebenfalls original zugehörigen Lederbeschläge sind stil- und zeittypisch. Es handelt sich um einen sehr geräumigen, großzügigen und qualitätsvoll gefertigten Schreibtisch, an dem es sich gut sitzen lässt. Die Beinfreiheit beträgt in der Höhe 60 cm und in der Breite 59 cm und ist somit auch für breite (Büro-)Stühle geeignet.
Biedermeier Zylinderbüro aus Kirschbaum, restauriert und mit Schellack poliert, Thüringen um 1825/30. Dieses Zylinderbüro ist mit einem Kommodenunterbau, Schreibteil und Aufsatz dreiteilig aufgebaut und lässt sich entsprechend zerlegen. Das Kirschbaum Sägefurnier ist an allen drei Sichtseiten mehrfach gespiegelt auf die Flächen aufgelegt und läuft auch über die schlichten Zierleisten. Der Kommodenunterbau ist mit drei Schubladen ausgestattet und steht auf leicht ausgestellten Füßen. Die Schubladenvorderstücke sind mittig durch eingelegte Schlüsselbuchsen in Form von Wappen aus Elfenbein oder Bein verziert. Diese finden sich am Viertelzylinder des Schreibteils und an den Türen von dem Aufsatz wieder. Als Handhaben dienen kleine, optisch zurückhaltende Knöpfe aus Messing. Der Viertelzylinder von dem Zylinderbüro wird an zwei kleinen Knöpfen geöffnet und gleitet beim nach oben ziehen hinten in den Korpus. In dem Innenraum verbirgt sich eine weit herausziehbare Schreibplatte, welche auch mit Kirschbaum Sägefurnier belegt ist und sich an zwei kleinen Knöpfen herausziehen lässt. Der Innenraum des Schreibteils zeigt mittig einen freien Stauraum, welcher an der Front durch einen Korbbogen begrenzt wird. Der "Schlussstein" am höchsten Punkt des Bogens ist wohl ebenfalls aus Elfenbein oder Bein. Seitlich von dem Stauraum sind jeweils drei übereinander angeordnete Schubladen, welche ebenfalls mit Kirschbaum furniert sind. Auf der Rückseite von 2 Schubladen sind Stempel und verschiedene Notizen zu sehen, wie "Güterschatzer Rieth Thüringen" und auch eine Jahreszahl "1831", die das Herstellungsjahr sein könnte. Der Aufsatz über dem Schreibteil ist mit zwei Türen ausgestattet, die sich über 180° öffnen lassen. Die linke Tür wird durch einen geschmiedeten Riegel verschlossen, die rechte Tür durch ein Schloss. Der obere Abschluss wird durch eine Arkadenreihe mit Spitzbögen in Form einer Balustrade gebildet. Dieses Zylinderbüro besticht durch das sehr sorgfältig ausgewählte und bis heute gut erhaltene Kirschbaum Sägefurnier. Zudem ist die Form sehr elegant und klassisch gehalten.Ein wunderbares Zylinderbüro mit einem sehr schönen Furnierbild, einem flüssig laufenden Zylinder und einer stabilen Schreibfläche.
Fein verarbeiteter Schreibtisch aus Mahagoni mit qualitätsvoll eingelegten Intarsien aus Ahorn, Berlin um 1825. Der Entwurf wird Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841) zugeschrieben. Der Schreibtisch ist aus Nadelholz und Eiche konstruiert und mit Mahagoni-Sägefurnier belegt. Er besteht aus zwei Wangen, die jeweils auf zwei volutenförmigen Auslegern stehen. Die Wangen und die Ausleger sind sowohl innen wie auch außen mit feinen Ahornintarsien eingelegt, die einen schönen Kontrast zu dem dunkelroten Mahagonifurnier bilden. Drechselarbeiten in Form von Rosetten fügen sich harmonisch in das Gesamtbild der Wangen und Ausleger ein. Ein relativ kräftiger, gedrechselter Stab mit mehreren Profilierungen verbindet die Wangen im unteren Bereich. Der Zargenkasten mit den beiden Schubladen ist dreiseitig reichhaltig mit Ahornintarsien auf Mahagoni geschmückt und auf der Rückseite mit schlichtem Mahagonifurnier stehend belegt. Die Eckstollen zeigen helle Ahornfelder, die mit Mahagoni eingelegt sind. Beide Schubladen sind komplett aus Ahorn gefertigt und wurden auf der Vorderseite furniert. Auf dem Mahagoni ist eine Ahorn-Rahmung und florales Dekor in feinster Ausführung zu sehen. Auf Schlüsselschilder wurde bewusst verzichtet, stattdessen bilden die Intarsien eine ansprechende Rahmung. Die profilierte Schreibplatte ist allseitig überstehend und zeigt eine schmale Rahmung aus Mahagoni. Als Schreibfläche dient eine hochwertige Ledereinlage mit Echtgoldprägung. Insgesamt ein ausnehmend vornehmes und eindrucksvolles Möbelstück, das durch seine Eleganz besticht. Provenienz: Auf der Unterseite ist ein Inventaretikett mit Fürstenkrone und den Buchstaben KR (Schloss Krauchenwies) sowie der Inventarnummer 583 vorhanden. Informationen zu Karl Friedrich Schinkel Karl Friedrich Schinkel ist als bedeutender Architekt in Berlin und Potsdam berühmt (z. B. Neue Wache, Schauspielhaus, Museum, Nikolaikirche). Weniger bekannt dürfte sein, dass er ganze Interieurs für Königin Luise von Preußen und die königliche Familie entworfen hat. Als bildender Künstler schuf Schinkel sogar Bühnenbilder für über 40 Opern. In seiner Schaffenszeit fertigte er auch zahlreiche Möbelentwürfe, die als Vorbilder für diverse Handwerker dienten. Karl Friedrich Schinkel arbeitete eng mit den Werkstätten von Karl Georg Wanschaff und Christian Sewening zusammen, die Möbel nach seinen Entwürfen fertigten. Die Zuschreibung erfolgt aufgrund der markanten Intarsien, wie diese an einigen Möbeln von Schinkel zu sehen sind. Auch die verwendeten Hölzer und die rundum äußerst qualitätsvolle Verarbeitung sprechen für eine Fertigung nach Schinkel. Literaturempfehlung: Hedinger, Berbel und Berger, Julia: K.F. Schinkel Möbel und Interieur. Ausstellungskatalog Altonaer Museum in Hamburg, 2002, Deutschen Kunstverlag München Berlin. Inventaretikett von Krauchenwies Die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen, die auch Schloss Sigmaringen, die Burg Hohenzollern, Schloss Umkirch und das Jagdschloss Josefslust besitzen, haben das "Alte Schloss" in Krauchenwies bewohnt. Es wurde als Sommersitz benutzt, da es in unmittelbarer Nähe zu Schloss Sigmaringen liegt. Zwischen 1828 und 1832 entstand ein neues Landhaus als Ersatz für das "Alte Schloss", ebenfalls als Sommersitz der Familie genutzt. Das Inventaretikett ist zweifelsfrei der Familie Hohenzollern Sigmaringen zuzuordnen. Der Schreibtisch dürfte ehemals in dem Landhaus Krauchenwies gestanden sein. Durchgeführte Restaurierungsarbeiten Vor der Restaurierung befand sich der Schreibtisch in einem sehr guten Erhaltungszustand. Minimalste Fehlstellen im Mahagonifurnier (nicht in den Intarsien) waren vorhanden, Schlüssel und Leder haben gefehlt. Im Zuge der Restaurierung wurden die Furnierfehlstellen fachgerecht mit Mahagonifurnier geschlossen. Die Oberfläche wurde unter Erhalt von Gebrauchsspuren mit Schellack poliert. Die Schubladeninnenräume zeigen Tintenflecken und wurden lediglich gereinigt. Für die Schreibfläche wurde eine Ledereinlage (Rinder-Nappa) mit stilechter Goldprägung ausgewählt. Zwei zierliche Schlüssel wurden passend zu den originalen Schlössern angefertigt. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Dieser fein verarbeitete Esche Salontisch, von 1820/25 steht auf vier säbelförmig geschwungenen Auslegern. Diese sind mit Messingrollen und gegossenen filigranen Löwentatzen ausgestattet. Darüber erheben sich zwei stilisierte "Lyren", die den rechteckigen Zargenrahmen stützen. Zwei bogenförmige Streben laufen unter dem Tischaufbau zusammen und stabilisieren ihn zusätzlich. Eine der Zargen der Längsseite ist mit zwei einschlagenden Schubladen über die gesamte Tiefe ausgestattet, die andere Seite weist vorgetäuschte Schubladen auf. Die Schubladenfronten werden von einem Rahmen aus feinen Ebenholz Fadenintarsien und geprägten Messingknöpfen mit einer zentralen Blüte geschmückt. Die gegenüber liegende Zarge ist optisch gleich gestaltet, die vermeintlichen Schubladen sind hier allerdings vorgetäuscht. Die Tischplatte ist an den Ecken gerundet. An den kurzen Seiten des Tisches lassen sich Tischverlängerungen hochklappen. Dadurch wird das dreifach gespiegelte, gefladerte Furnierbild und der Rahmen aus einer feinen Fadenintarsie aus Ebenholz, der auf der Tischplatte die Konturen dieser nachzeichnet, deutlich sichtbar. Das Untergestell ist bis auf die horizontal verlaufenden Stege, die als Base für die Lyren dienen, komplett aus massiver Esche geschreinert. Bis auf die Tischplatte, die mit Esche Sägefurnier auf ein Fichte Blindholz furniert ist, wurde stehend auf Eichenholz furniert. An den kurzen Seiten sind die Zargen dick mit massiver Esche aufgedoppelt. Diese Aufdoppelungen sind mit schwenkbaren Fingerzinkenkonstruktionen versehen. Diese bilden die Drehpunkte für ausklappbare Stützen, die die Tischverlängerungen tragen. Die Oberfläche des Salontisches wurde von uns mit Schellack poliert. Diese Salontische sind im Vergleich zu runden Tischen, die im Biedermeier vorherrschten, sehr selten. Die Vorbesitzerin hatte ihn als Schreibtisch genutzt. Tatsächlich gibt es sehr ähnliche Schreibtische aus der Biedermeierzeit, die allerdings nicht mit Tischverlängerungen ausgestattet sind. Er ist ein gutes Beispiel für den hohen handwerklichen Standard der Biedermeierzeit. In aller Regel sind die zarten Fadenintarsien, die der Tisch aufweist, charakteristisch für die wirklich feinen Biedermeier Möbel. Es handelt sich eindeutig um eine sammelwürdige Antiquität. Wir sind begeistert und haben entsprechend intensiv zu Literaturnachweisen recherchiert. Die Konstruktion der abklappbaren Tischplatten im Zusammenhang mit der Stützfunktion durch die schwenkbaren Teile der Tischzargen geht auf ein englisches Tischmodell des 18. Jahrhunderts, den Pembroketable oder auch hinged- flap table, zurück. Lady Pembroke hatte sich dieses Modell nach ihren Vorstellungen bauen lassen. Der direkte Vorläufer des hier vorgestellten Tisches ist der Duncan Phyfe Drop Leaf Table. Der New Yorker Cabinett Maker Duncan Phyfe baute ihn in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts. Provenienz: wohl Mitteldeutschland mit starkem französischen Einfluss. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Beinfreiheit in der Höhe: 61 cm. Literaturvergleich: Kreisel, Heinrich/ Himmelheber, Georg (1983), Die Kunst des Deutschen Möbels Band III, Seite 468, Abb.470. Pressler, Rudolf/ Döbner, Stefan/ Eller, Wolfgang, Biedermeier - Möbel, Seite 188, Abb. 337. Haaff, Rainer, Biedermeier Möbel Deutschland und Donaumonarchie, Seite 246, Abb. 985, 987,988. Cook Salomonsky, Verna (2016), Masterpieces Of Furniture, Dover Publikations, Inc.,New York, Plate No.61 Boidi Sassone, Adriana, Cozzi, Elisabetta, Disertori, Andrea (2000), Furniture from Roccoco to Art Deco, Seite 434, aus der Zeit von Charles X Renoncourt Collection, Paris. Ledoux-Lebard, Denise, Le Mobilier Francaise Du XIXe Siècle, Paris, Meister Barraud, A.,Seite 39, Abb. 352. Ledoux-Lebard, Denise (1965), Les Èbenistes Parisiens Leurs Œures et leurs Marques, de Nobele, F., Paris, Abb. auf Tafel II.
Salemer Bodenseeschrank aus massivem Kirschbaumholz mit Schnitzereien, datiert 1813, restauriert und mit Schellack mattiert. Dieser Bodenseeschrank ist in zwei Hälften teilbar und wird mit Holzkeilen verbunden. Der Innenraum ist jeweils mit vier herausnehmbaren Einlegeböden ausgestattet. Ein klassischer Salemer Schrank aus schönem Kirschbaumholz.Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Bodenseeschrank aus Kirschbaum mit Schnitzereien in Form von Lebensbäumen und fallenden Blättern auf punziertem Grund, Schubladen und Geheimfächern, Herkunft Deggenhausertal, aus der Zeit um 1830. Dieser Bodenseeschrank ist in zwei Hälften teilbar und wird mit Holzkeilen verbunden. Der Korpus ist leicht nach vorne gebaucht, d.h. der Schrank ist in der Mitte etwas tiefer als an den Seiten. Mit dem leichten "Bauch" und den abgeschrägten Korpuskanten lässt sich der Schrank gut in Wohnräume integrieren, ohne zu wuchtig zu wirken. Der Innenraum ist rechts mit einer Kleiderstange und drei Einlegeböden ausgestattet. Sowohl die Kleiderstange als auch die Einlegeböden sind herausnehmbar. Die linke Türe lässt sich durch eine Zugstange öffnen, die sich im rechten Innenraum an der Mittelwand befindet. Beim Zudrücken der linken Türe verriegelt diese automatisch durch eine Schnappfeder. Im linken Innenraum ist oben eine kleine Ablage, darunter ein Schubladenkasten und unten ein herausnehmbarer Einlegeboden. In dem Schubladenkasten befinden sich zwei Geheimfächer, die nicht so einfach zugänglich sind. Diese müssen beide vor dem Öffnen von unten mit einem dünnen Gegenstand entriegelt werden. So befindet sich hinter den beiden Schubladen noch ein Stauraum und links von den Schubladen ebenfalls. Dort noch mit einer kleinen Lade. Dieser Bodenseeschrank befindet sich in einem voll funktionstüchtigen, restaurierten Zustand.