Fünf quadratische Jugendstil Fliesen/Kacheln aus Keramik, sehr guter Zustand, Entwurf Richard Riemerschmid, München um 1900.
Richard Riemerschmid war ein Architekt, Designer und Hochschullehrer. Er war in München tätig und zählt zu den bekanntesten deutschen Jugendstilkünstlern.
Auf der Rückseite der Fliesen ist das Logo von Richard Riemerschmid zu sehen.
Prachtvoller Louis-Philippe Schreibtisch aus Nussbaum mit Aufsatz, Spiegel, Geheimfächern und Ledereinlage, aus der Zeit um 1850/60. Dieser Schreibtisch stammt aus ehemaligem Schlossbesitz und befindet sich in einem restaurierten Zustand. Der Unterbau steht auf vier gedrechselten Beinen. Seitlich befinden sich je zwei übereinander liegende Schubladen, dazwischen ist eine deutlich breitere Schublade angeordnet. Hinter allen fünf Schubladen befinden sich je eine geheime Schublade. Dadurch wird dieser Schreibtisch zu einem wahren Raumwunder. In die Schreibplatte ist eine dunkelbraune Ledereinlage eingelassen. Dahinter erhebt sich ein Aufsatz, der mit einer umlaufenden Galerie abschließt. Ein großes Ablagefach mit einer verspiegelten Rückwand wird von je zwei übereinander liegenden Schubladen flankiert. Darüber befinden sich drei Ablagefächer nebeneinander, wovon das mittlere Fach auch noch verspiegelt ist (ein durchlaufender Spiegel). Alle Sichtflächen sind mit gespiegeltem Nussbaumfurnier gestaltet. Die Schubladen des Schreibtisches sind mit Messingeinsteckschlössern ausgestattet. Diese sind original zugehörig und funktionstüchtig. 3 Schlüssel sind vorhanden und es lassen sich alle Schubladen verschließen. Die ebenfalls original zugehörigen Lederbeschläge sind stil- und zeittypisch. Es handelt sich um einen sehr geräumigen, großzügigen und qualitätsvoll gefertigten Schreibtisch, an dem es sich gut sitzen lässt. Die Beinfreiheit beträgt in der Höhe 60 cm und in der Breite 59 cm und ist somit auch für breite (Büro-)Stühle geeignet.
Eine schöne vergoldete Bronzefigur mit einer Höhe von 61 cm, Hände und Gesicht aus Elfenbein fein geschnitzt und unbeschädigt, von Albert-Ernest Carrier-Belleuse (1824-1887), Titel: Liseuse, Frankreich 19. Jahrhundert. Auf einem runden, profilierten Sockel steht eine junge, liebliche Dame in leichter Kontrapost und liest mit leicht geneigtem Gesicht ein Buch. Ihre linke Hand hält das Buch, die rechte Hand hält bereits die nächsten Seiten. Die junge Dame trägt eine Renaissance-Bekleidung mit feiner Brokatstickerei. Der Sockel ist bezeichnet und signiert mit: A. CARRIER-BELLEUSE LISEUSE PAR CARRIER-BELLEUSEGRAND PRIX DU SALONDiese Bronzefigur befindet sich in einem sehr gut erhaltenen Zustand, mit minimalen Oxidationsspuren. Die Oberfläche zeigt eine sehr schöne Vergoldung, die in diesem Zustand nur selten zu finden ist. Die Bronze und das Elfenbein sind unbeschädigt.
Fein verarbeiteter Schreibtisch aus Mahagoni mit qualitätsvoll eingelegten Intarsien aus Ahorn, Berlin um 1825. Der Entwurf wird Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841) zugeschrieben. Der Schreibtisch ist aus Nadelholz und Eiche konstruiert und mit Mahagoni-Sägefurnier belegt. Er besteht aus zwei Wangen, die jeweils auf zwei volutenförmigen Auslegern stehen. Die Wangen und die Ausleger sind sowohl innen wie auch außen mit feinen Ahornintarsien eingelegt, die einen schönen Kontrast zu dem dunkelroten Mahagonifurnier bilden. Drechselarbeiten in Form von Rosetten fügen sich harmonisch in das Gesamtbild der Wangen und Ausleger ein. Ein relativ kräftiger, gedrechselter Stab mit mehreren Profilierungen verbindet die Wangen im unteren Bereich. Der Zargenkasten mit den beiden Schubladen ist dreiseitig reichhaltig mit Ahornintarsien auf Mahagoni geschmückt und auf der Rückseite mit schlichtem Mahagonifurnier stehend belegt. Die Eckstollen zeigen helle Ahornfelder, die mit Mahagoni eingelegt sind. Beide Schubladen sind komplett aus Ahorn gefertigt und wurden auf der Vorderseite furniert. Auf dem Mahagoni ist eine Ahorn-Rahmung und florales Dekor in feinster Ausführung zu sehen. Auf Schlüsselschilder wurde bewusst verzichtet, stattdessen bilden die Intarsien eine ansprechende Rahmung. Die profilierte Schreibplatte ist allseitig überstehend und zeigt eine schmale Rahmung aus Mahagoni. Als Schreibfläche dient eine hochwertige Ledereinlage mit Echtgoldprägung. Insgesamt ein ausnehmend vornehmes und eindrucksvolles Möbelstück, das durch seine Eleganz besticht. Provenienz: Auf der Unterseite ist ein Inventaretikett mit Fürstenkrone und den Buchstaben KR (Schloss Krauchenwies) sowie der Inventarnummer 583 vorhanden. Informationen zu Karl Friedrich Schinkel Karl Friedrich Schinkel ist als bedeutender Architekt in Berlin und Potsdam berühmt (z. B. Neue Wache, Schauspielhaus, Museum, Nikolaikirche). Weniger bekannt dürfte sein, dass er ganze Interieurs für Königin Luise von Preußen und die königliche Familie entworfen hat. Als bildender Künstler schuf Schinkel sogar Bühnenbilder für über 40 Opern. In seiner Schaffenszeit fertigte er auch zahlreiche Möbelentwürfe, die als Vorbilder für diverse Handwerker dienten. Karl Friedrich Schinkel arbeitete eng mit den Werkstätten von Karl Georg Wanschaff und Christian Sewening zusammen, die Möbel nach seinen Entwürfen fertigten. Die Zuschreibung erfolgt aufgrund der markanten Intarsien, wie diese an einigen Möbeln von Schinkel zu sehen sind. Auch die verwendeten Hölzer und die rundum äußerst qualitätsvolle Verarbeitung sprechen für eine Fertigung nach Schinkel. Literaturempfehlung: Hedinger, Berbel und Berger, Julia: K.F. Schinkel Möbel und Interieur. Ausstellungskatalog Altonaer Museum in Hamburg, 2002, Deutschen Kunstverlag München Berlin. Inventaretikett von Krauchenwies Die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen, die auch Schloss Sigmaringen, die Burg Hohenzollern, Schloss Umkirch und das Jagdschloss Josefslust besitzen, haben das "Alte Schloss" in Krauchenwies bewohnt. Es wurde als Sommersitz benutzt, da es in unmittelbarer Nähe zu Schloss Sigmaringen liegt. Zwischen 1828 und 1832 entstand ein neues Landhaus als Ersatz für das "Alte Schloss", ebenfalls als Sommersitz der Familie genutzt. Das Inventaretikett ist zweifelsfrei der Familie Hohenzollern Sigmaringen zuzuordnen. Der Schreibtisch dürfte ehemals in dem Landhaus Krauchenwies gestanden sein. Durchgeführte Restaurierungsarbeiten Vor der Restaurierung befand sich der Schreibtisch in einem sehr guten Erhaltungszustand. Minimalste Fehlstellen im Mahagonifurnier (nicht in den Intarsien) waren vorhanden, Schlüssel und Leder haben gefehlt. Im Zuge der Restaurierung wurden die Furnierfehlstellen fachgerecht mit Mahagonifurnier geschlossen. Die Oberfläche wurde unter Erhalt von Gebrauchsspuren mit Schellack poliert. Die Schubladeninnenräume zeigen Tintenflecken und wurden lediglich gereinigt. Für die Schreibfläche wurde eine Ledereinlage (Rinder-Nappa) mit stilechter Goldprägung ausgewählt. Zwei zierliche Schlüssel wurden passend zu den originalen Schlössern angefertigt. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Satz von sieben Stabellen aus verschiedenen Obsthölzern, 19. Jahrhundert. Die Stühle befinden sich in einem restaurierten Zustand mit mattierter Oberfläche. Stabellenstühle waren oft in Wirtshäusern oder Bauernstuben vorhanden, sind generell rustikaler als normale Wohnstühle. Diesen rustikalen Charakter haben wir im Zuge der Restaurierung erhalten. Die Sitzhöhe beträgt ca. 48-49 cmFotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Der Preis bezieht sich auf den Stuhlsatz.
Louis Seize Schrägklappensekretär aus Kiefer, mit Aufsatz, aus der Zeit um 1800.Der Sekretär besitzt einen einfachen, geradlinigen Aufbau mit einer gerillten Oberfläche. Eine, im Stollenbau gefertigte, zweischübige Kommode, die auf Spitzkantfüßen steht, bildet die Basis. Die Seiten wurden mit einer quadratischen Füllung versehen. Darauf folgt ein gerader Profilrahmen, der leicht abgesetzt die Kommode an den Sichtseiten umläuft. Die Vorderkante ist herausziehbar und stützt die aufgeklappte Schreibplatte. Darüber folgt der Schreibaufsatz. Dieser besteht aus einem abgeschrägten Korpus mit einer Klappe. Dahinter befindet sich ein Eingericht, bestehend aus sechs Schubladen mit jeweils drei auf jeder Seite. Dazwischen befindet sich ein Ablagefach. Die Seiten wurden mit einer Scheinfüllung versehen. Auf den Korpus der Schreibklappe folgt der Aufsatz. Zwei aufschlagende Türen in Rahmenbauweise gestalten die Front. Jede Tür trägt eine abgeplattete, hochrechteckige Füllung. Die Seiten erhielten, wie der der Schreibaufsatz, eine Scheinfüllung. Hinter den Türen befinden sich drei Einlegeböden. Als oberen Abschluss erhielt der Schrägklappensekretär ein Kranzprofil, bestehend aus einer Profilfolge.
Klassische Biedermeierkommode aus Nussbaum mit drei Schubladen, ebonisierte Vollsäulen mit vergoldeten Kapitellen und Basen, süddeutsch um 1820. Diese Biedermeierkommode befindet sich in einem restaurierten, voll funktionstüchtigen Zustand mit schellackpolierter Oberfläche.Der Korpus ist mit drei Schubladen ausgestattet und steht auf den originalen, ausgestellten Beinen. Die zwei unteren Schubladen werden von ebonisierten Vollsäulen flankiert, die mit vergoldeten Basen und Korinthischen Kapitellen geschmückt sind. Hierbei handelt es sich um Holz mit einer schönen Polimentvergoldung. Beide Säulen "tragen" die vorstehende, obere Schublade. Die Schubladen sind sehr leicht gängig und werden an den Schlüsseln herausgezogen.
Außergewöhnlicher Damenschreibtisch in nierenförmiger Ausführung und einem eleganten Design, frei im Raum stellbar, Klassizismus-Jugendstil* um 1910. In meinen Augen ist es nicht nur ein Möbelstück, sondern ein Kunstwerk. Der Schreibtisch wurde in unserer Restaurierungswerkstatt fachgerecht und liebevoll restauriert und mit Schellack poliert. Der nierenförmige Sockel und das Schreibelement sind mit Esche-Maserfurnier belegt. Sie werden durch 11 ebonisierte Säulenpaare verbunden. Der Schreibbereich ist wie eine halbe Arena gestaltet und bietet im hinteren Bereich fünf kleine Ablagefächer. Auf der Front sind drei Schubladen integriert, die der geschwungenen Form angepasst sind. Schön und aufwendig gestaltete Schlüsselschilder aus verschiedenen Hölzern mit Schlüsselbuchse aus Messing zieren die Schubladenfronten. Passend dazu sehen wir unterhalb der Schubladen ein Marketerie-Mäanderband, welches um das komplette Schreibelement herumläuft. Die drei Schubladen laufen einwandfrei und sind mit einem Schlüssel verschließbar. Die Beinfreiheit beträgt 64,5 cm. Es lässt sich sehr gut und bequem daran sitzen. Als Vorläufer oder Idee dürfte der berühmte Schreibtisch von Josef Danhauser gedient haben. *Rainer Haaf, ein Autor zahlreicher Fachbücher über historische Möbel, bezeichnet Möbel aus der Jahrhundertwende, die sowohl klassizistische Einflüsse zeigen, als auch Einflüsse des Jugendstils als Klassizismus-Jugendstil.
Elegante Barockkommode aus Nussbaum, restauriert und mit Schellack poliert, aus der Zeit um 1740. Diese frühe deutsche Barockkommode zeigt eine schöne, ungewöhnlich kantige Grundform mit drei Schubladen. Die Flächen sind sehr aufwendig mit Nussbaum Sägefurnier belegt. Auf der Deckplatte sehen wir 2 Felder, die vierfach gerahmt sind, unter anderem mit einem Obstholz und einer Fadenintarsie aus Ahorn. An den Seiten sehen wir ein mehrfach gerahmtes Feld. Die aufschlagenden Schubladen sind mit jeweils 5 mehrfach gerahmten Feldern geschmückt. Im Zuge der Restaurierung wurde diese Barockkommode mit Schellack von Hand poliert. Die qualitätsvollen Handhaben und Schlüsselschilder sind sekundär. Alle Schubladen sind mit einem Schlüssel verschließbar und lassen sich einwandfrei benutzten. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Süddeutsche Barockkommode aus Nussbaum mit 3 Schubladen, restauriert und mit Schellack poliert, von ca. 1760. Diese große Barockkommode mit gebauchter und mehrfach gebrochener Front steht auf gedrückten Kugelfüßen. Die Schubladenfronten sind durch jeweils fünf Felder gegliedert, die äußeren beiden sind quadratisch und die mittlere quer-rechteckig. Die Felder aus Nussbaum bzw. Halbmaser sind jeweils durch Bandintarsien aus Zwetschge und Ahorn begrenzt. Auf der Kommodenplatte, parallel zum umlaufenden Profil, sehen wir eine schmale Ahornintarsie. Die zentralen Motive sind zwei große Felder aus Nussbaum, die durch Bandintarsien aus Zwetschge und Ahorn gerahmt sind. Diese werden von einem umlaufenden Streifen Halbmaser begrenzt, der wiederum durch Zwetschge und Ahorn Bandintarsien gerahmt ist. Die Seiten zeigen je ein schlichtes, gerahmtes Feld mit gespiegeltem Nussbaum.Die hübschen Messingbeschläge sind original zugehörig. Zwei Schnappschlösser haben sich erhalten. In der oberen Schublade wurde das fehlende Schloss bei der Restaurierung durch ein zeitlich passendes Tourenschloss aus unserem Fundus ergänzt. Die Schubladen wurden in früherer Zeit innen dunkel gebeizt und zeigen schöne Werkspuren des Schrupphobels. Die Beize haben wir belassen und den Innenraum mit Schellack ausgepinselt.Ein ansprechendes Barockmöbel, welches wir Ihnen zu einem moderaten Preis anbieten können. Fotos vom unrestaurierten Originalzustand sind vorhanden.
Intarsierter und teilbonisierter Biedermeier Scheinsekretär aus hellem, goldfarbenen Amerikanischen Mahagoni, signiert und datiert 1810. Dieser sogenannte Blender weist in der Hutschachtel den folgenden Text auf: "27. Januar, David Strobelberger auf Swartau bei Lübeck 1810". Die Ortsangabe Swartau ist Plattdeutsch und steht für Bad Schwartau bei Lübeck. Die typisch kubistische Formgebung des Scheinsekretärs ist typisch für das frühe Biedermeier. Der Kiefernkorpus ist stehend mit Amerikanischen Mahagoni Sägefurnier belegt. Die ebonisierten Klotzfüße, Profile und Zierleisten setzen einen reizvollen Akzent zu dem hellen Mahagoniholz. Die Schlüsselbuchsen sind als lang gezogene Rauten gestaltet und wie die halbkreisförmig verlaufenden zarten Blattranken auf dem Sockel aus Ebenholz eingelegt. Die obere und untere Schlüsselbuchse ist ohne Funktion, während sich im oberen und unteren Bereich der Tür ein Schloss verbirgt. Da dieser Scheinsekretär ursprünglich die Funktion eines Gewehrschrankes hatte, lässt sich die Tür doppelt sichern. Nach Angaben der Vorbesitzerfamilie diente der Schrank seit Generationen als Gewehrschrank. Der Aufbau mit Hutschachtel, wie auch ein Teil des Kranzprofils ist mit Nussbaum Wurzelholz furniert. Die Hutschachtel lässt sich abnehmen. Dadurch bekommt man Zugang zu drei sekundären Kästchen. Im Inneren sind Hakenleisten an den Seitenwänden und der Rückwand angebracht. Der vorhandene Fachboden ist sekundär. Das Innenleben gestalten wir gerne nach Ihren Vorstellungen. Durch die Innentiefe von 46 cm eignet sich dieser Scheinsekretär auch als Kleiderschrank. Das Möbel ist nicht zerlegbar, aber für einen Transport lässt sich die Tür leicht ausbauen. Insgesamt ein ausgefallenes, authentisches Möbelstück aus dem frühen Biedermeier. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Im Zuge der schonend durchgeführten Restaurierung wurde der Scheinsekretär mit Schellack poliert.
Es handelt sich um einen ausgesprochen qualitätsvollen Tisch aus der Rokoko-Epoche um 1760. Er zeigt ein attraktives Tischgestell mit durchbrochener Rokoko-Schnitzerei zu allen vier Seiten und elegant geschweifte Beine mit zarten Blatt- und Volutenschnitzereien an den unteren Enden. Das geschweifte Tischblatt ist aufwendig mit einer Marketerie belegt und zeigt im Zentrum ein Blumenbukett mit Brandschattierungen. Dieser Barocktisch wurde in unserer Restaurierungswerkstatt behutsam restauriert. Die Oberfläche wurde gereinigt und mit Schellack mattiert. Er ist etwas weniger glänzend als es auf den Fotos wirkt. Das Tischgestell aus massivem Eichenholz steht auf ausgestellten, geschwungenen Beinen, die unten in blattverzierten Voluten enden. Die Beine sind jeweils zweiseitig profiliert. Diese Profile gehen jeweils beidseitig fließend in die Zarge über, enden dort in einem S-Schwung als Volutenschnitzerei, die zur Zargenmitte auf den Gegenschwung trifft. Darüber befindet sich jeweils eine durchbrochen gearbeitete Rokoko-Schnitzerei, welche zu beiden Seiten von hellem Nussbaum-Sägefurnier mit Fadenintarsien aus Ahorn flankiert werden. Die profilierte, vielfach geschweifte Tischplatte zeigt in einem Feld aus einer Bandintarsie ein Blumenbukett mit Brandschattierungen und Binnenzeichnungen. Dieses Feld ist in ein kreuzförmig angeordnetes Furnierbild eingelegt. Um dieses Feld sind strahlenförmig angeordnete, nicht rechtwinklige Dreiecke, die im Wechselspiel zwischen Hell und Dunkel gegeneinander verlaufen. Als Schleifen ausgebildete Bandintarsien bilden einen Rahmen. Für die Tischplatte wurde heller und dunklerer Nussbaum und diverse Obsthölzer verwendet. Der Rokoko Tisch zeigt einen reizvollen Kontrast zwischen der dunkleren, geschnitzten und profilierten Eiche und den helleren Hölzern der verwendeten Sägefurniere. Es gibt nicht viele Tische aus dieser Zeit, die eine so schöne Gesamtkomposition zeigen. Fotos, die diesen Tisch in einem sehr guten, unrestaurierten Zustand zeigen, sind vorhanden.
Louis Seize Kommode "sans traverse" aus Nussbaum, mit 3 Schubladen, aus der Zeit um 1790. Diese Kommode befindet sich in einem restaurierten Zustand mit schellackpolierter Oberfläche. Die Beschläge und Schlösser sind original zugehörig. Die Schlüssel wurden im Zuge der Restaurierung hergestellt. Der 3-schübige Korpus steht auf vier intarsierten Spitzkantfüßen. Die Front zeigt ein Mittelrisalit. Zu den Kommodenseiten ist der Korpus pilasterförmig abgeschrägt und jeweils mit einem Feld aus Bandintarsien versehenen. Diese pilasterförmigen Aufdoppelungen wiederholen sich als hintere Abschlüsse der Seitenwände. Die Kommodenplatte zeigt eine Kreuzfuge in einem Feld aus Intarsienbändern und Blockintarsien, die Seiten jeweils ein Feld mit einem gespiegeltem Holzbild. Dieses wird von einer, teilweise bandelwerkartig verschlungenen Bandintarsie begrenzt. Die Kommodenfront ist mit einem stehend furniertem und dreifach gespiegeltem Funierbild geschmückt, in welches 3 hochrechteckige Felder aus Bandintarsien eingelegt sind. Die sehr schönen, gegossenen Messing Louis Seize Beschläge mit Urnenmotiv sind original zugehörig. Die mittlere und untere Schublade sind jeweils mit einem schweren Kastenschloss ausgestattet. Das Schloss in der mittleren Schublade verschließt durch eine zusätzliche Schlüsseldrehung auch die obere. Insgesamt handelt sich um eine qualitätsvoll verarbeitete Kommode mit einem französischen Einfluss, der sich in dem Mittelrisalit, der "sans traverse" Konstruktion und den 3 vertikalen Felder auf der Kommodenfront ausdrückt. Tatsächlich dürfte sie aus der Pfalz stammen. Siehe das Vergleichsobjekt, welches wir in der Literatur gefunden haben. Hölzer: Als Blindholz wurde Kiefer verwendet, der Korpus wurde mit Nussbaum Sägefurnier furniert und die Intarsien aus Ahorn, Palisander, Mahagoni und Ebenholz gefertigt. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Vergleichsobjekt aus der Literatur: Eller, Wolfgang,L., Möbel des Klassizismus, Louis XVI und Empire, Antiquitätenkatalog, 2002 Battenberg Verlag, Seite 116, Nr.27
Französische Louis Seize Kommode aus Nussbaum, restauriert und mit Schellack-mattierter Oberfläche, von ca. 1790. Diese dreischübige Kommode ist allseitig mit typischen Louis Seize Schnitzereien versehen und in Stollenbauweise gefertigt. Die leicht ausgestellten und gerundeten Stollen sind mit Kanneluren und Louis Seize Festons versehen, die in gedrechselten und beschnitzten Füßen enden. Durch einen Mittelrisalit ist der Korpus vertikal dreifach gegliedert. Die zentralen Schubladenfelder zeigen jeweils eine Festonschnitzerei mit stilisiertem Lorbeerkranz. Seitlich sehen wir gegeneinandergestellte, geschnitzte C-Schwünge. Unterhalb der oberen Schublade sehen wir eine mit Lorbeerblättern beschnitzte Zierleiste, die auch über die Stollen uns Seitenteile verläuft. Die Seitenteile der Kommode zeigen eine ähnliche Verzierung wie die Schubladen. Die Deckplatte bezieht in ihrer Form die ausgestellten Eckstollen mit ein und ist mit einer zurückhaltenden Hohlkehle profiliert. Die Sockelleiste besteht aus einer Kehle und einem darunter verlaufenden Schuppenband. Die Schubladen weisen noch die für das 18. Jahrhundert typische Konstruktion auf. Diese laufen direkt auf dem Schubladenboden, der mit Holznägeln befestigt ist. Die Schubladen sind leicht gängig. Alle drei Schlösser sind original zugehörig. Ein Schlüssel verschließt alle drei Schubladen. Die Handhaben sind original zugehörig. Diese Louis Seize Kommode wurde restauriert und die Oberfläche mit Schellack mattiert. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Barockschrank aus massiver Eiche, solide gefertigt und komplett zerlegbar, mit qualitätsvollem Beschlagwerk, aus der Zeit um 1750. Dieser Barockschrank befindet sich in einem restaurierten und voll funktionstüchtigen Zustand. Das derzeitige Innenleben besteht aus einer Hutablage, einem Mittelbrett sowie zwei Kleiderstangen und Einlegeböden, die je nach Bedarf verwendet werden können. Auf Kundenwunsch kann die Inneneinteilung auch mit durchgehenden Fachböden ausgestattet werden, wenn Sie den Schrank z.B. als Fernsehschrank verwenden möchten. Dieser äußerst aufwendig gearbeitete, völlig zerlegbare Barockschrank ist aus massiver Eiche gefertigt. Das stark gekehlte und ausladend geschweifte Kranzprofil ist, wie auch der Sockel, dreifach verkröpft. Die Türen, wie auch deren Füllungen folgen dem Schweif des Kranzprofils. Die bis zu dreifach abgeplatteten und von Profilen gerahmten Füllungen finden wir auf den Türen, den abgeschrägten Vorderkanten, den Seiten, der wie ein Mittelbrett wirkenden Schlagleiste und ungewöhnlicherweise rundum auf dem Sockelteil. Sogar die in Rahmen- und Füllungsbauweise gefertigten Rückwände sind so gestaltet. Die aufschlagenden Türen sind mit schweren Messing-Fitschenbändern angeschlagen. Dadurch lassen sie sich um 180° öffnen. Sehr schön sind die aus massiven Messing ausgesägten Rokoko Schlüsselschilder, die mit ziselierten Rocaillen geschmückt sind. Diese Zierelemente sehen wir auch auf der Abdeckplatte des originalen Kastenschlosses. Hier ist zusätzlich das Monogramm MS zu sehen. Ebenfalls schön und qualitätsvoll sind die geschmiedeten Türriegel an der linken Türinnenseite, die auch original zugehörig sind. Der Barockschrank befindet sich in einem restaurierten Zustand und voll funktionstüchtigen Zustand.
Dieser fein verarbeitete Esche Salontisch, von 1820/25 steht auf vier säbelförmig geschwungenen Auslegern. Diese sind mit Messingrollen und gegossenen filigranen Löwentatzen ausgestattet. Darüber erheben sich zwei stilisierte "Lyren", die den rechteckigen Zargenrahmen stützen. Zwei bogenförmige Streben laufen unter dem Tischaufbau zusammen und stabilisieren ihn zusätzlich. Eine der Zargen der Längsseite ist mit zwei einschlagenden Schubladen über die gesamte Tiefe ausgestattet, die andere Seite weist vorgetäuschte Schubladen auf. Die Schubladenfronten werden von einem Rahmen aus feinen Ebenholz Fadenintarsien und geprägten Messingknöpfen mit einer zentralen Blüte geschmückt. Die gegenüber liegende Zarge ist optisch gleich gestaltet, die vermeintlichen Schubladen sind hier allerdings vorgetäuscht. Die Tischplatte ist an den Ecken gerundet. An den kurzen Seiten des Tisches lassen sich Tischverlängerungen hochklappen. Dadurch wird das dreifach gespiegelte, gefladerte Furnierbild und der Rahmen aus einer feinen Fadenintarsie aus Ebenholz, der auf der Tischplatte die Konturen dieser nachzeichnet, deutlich sichtbar. Das Untergestell ist bis auf die horizontal verlaufenden Stege, die als Base für die Lyren dienen, komplett aus massiver Esche geschreinert. Bis auf die Tischplatte, die mit Esche Sägefurnier auf ein Fichte Blindholz furniert ist, wurde stehend auf Eichenholz furniert. An den kurzen Seiten sind die Zargen dick mit massiver Esche aufgedoppelt. Diese Aufdoppelungen sind mit schwenkbaren Fingerzinkenkonstruktionen versehen. Diese bilden die Drehpunkte für ausklappbare Stützen, die die Tischverlängerungen tragen. Die Oberfläche des Salontisches wurde von uns mit Schellack poliert. Diese Salontische sind im Vergleich zu runden Tischen, die im Biedermeier vorherrschten, sehr selten. Die Vorbesitzerin hatte ihn als Schreibtisch genutzt. Tatsächlich gibt es sehr ähnliche Schreibtische aus der Biedermeierzeit, die allerdings nicht mit Tischverlängerungen ausgestattet sind. Er ist ein gutes Beispiel für den hohen handwerklichen Standard der Biedermeierzeit. In aller Regel sind die zarten Fadenintarsien, die der Tisch aufweist, charakteristisch für die wirklich feinen Biedermeier Möbel. Es handelt sich eindeutig um eine sammelwürdige Antiquität. Wir sind begeistert und haben entsprechend intensiv zu Literaturnachweisen recherchiert. Die Konstruktion der abklappbaren Tischplatten im Zusammenhang mit der Stützfunktion durch die schwenkbaren Teile der Tischzargen geht auf ein englisches Tischmodell des 18. Jahrhunderts, den Pembroketable oder auch hinged- flap table, zurück. Lady Pembroke hatte sich dieses Modell nach ihren Vorstellungen bauen lassen. Der direkte Vorläufer des hier vorgestellten Tisches ist der Duncan Phyfe Drop Leaf Table. Der New Yorker Cabinett Maker Duncan Phyfe baute ihn in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts. Provenienz: wohl Mitteldeutschland mit starkem französischen Einfluss. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Beinfreiheit in der Höhe: 61 cm. Literaturvergleich: Kreisel, Heinrich/ Himmelheber, Georg (1983), Die Kunst des Deutschen Möbels Band III, Seite 468, Abb.470. Pressler, Rudolf/ Döbner, Stefan/ Eller, Wolfgang, Biedermeier - Möbel, Seite 188, Abb. 337. Haaff, Rainer, Biedermeier Möbel Deutschland und Donaumonarchie, Seite 246, Abb. 985, 987,988. Cook Salomonsky, Verna (2016), Masterpieces Of Furniture, Dover Publikations, Inc.,New York, Plate No.61 Boidi Sassone, Adriana, Cozzi, Elisabetta, Disertori, Andrea (2000), Furniture from Roccoco to Art Deco, Seite 434, aus der Zeit von Charles X Renoncourt Collection, Paris. Ledoux-Lebard, Denise, Le Mobilier Francaise Du XIXe Siècle, Paris, Meister Barraud, A.,Seite 39, Abb. 352. Ledoux-Lebard, Denise (1965), Les Èbenistes Parisiens Leurs Œures et leurs Marques, de Nobele, F., Paris, Abb. auf Tafel II.
Lieferkosten auf Anfrage! Barocker Sakristeischrank aus Nadelholz mit 4 Türen und einer Gesamtbreite von 3,32 Metern, unrestaurierter Zustand, gefertigt in Süddeutschland, Mitte 18. Jahrhundert. Dieser Schrank besteht aus drei Korpushälften, die mit Holzkeilen verbunden werden. Beim mittleren Element ist sowohl der obere Abschluss als auch die Türen in einer Weise geschweift, wie wir es von den Bodenseeschränken kennen. Alle vier Türen werden von wulstigen Profilen flankiert, die jeweils den Verkröpfungen der Sockel- und Kopfprofile enden und an die Züricher- bzw. Frankfurter Nasenschränke erinnern. Sehr schön sind auch die konkaven Türen, die der Schweifung des Korpus angepasst sind. Dadurch, dass der Schrank, mit seiner bewegten Formgebung aus heller Fichte gearbeitet ist und seitlich jeweils stark geschweift nach hinten fluchtet, hat er trotz seiner beachtlichen Dimensionen eine gewisse Leichtigkeit. Die aufschlagenden und mit schweren Messing-Fitschenbändern angeschlagenen Türen lassen sich aushängen. Die Türen sind mit alten, aber nicht ursprünglich zugehörigen Schlösser und sehr ansprechenden, aus ziseliertem Messingblech gesägten Schlüsselschildern versehen. Die 18 Fachböden und die 2 Schubladenkästen mit jeweils 2 Schubladen sind herausnehmbar. Die Position der Schubladenkästen ist variierbar. In aller Regel werden sie auf Brusthöhe platziert. Mit einer Innentiefe von 56 cm bietet dieser Schrank auch geräumigen Platz für Kleiderbügel. Die Fachböden und die Innenwände sind zurzeit mit einer robusten und geschmackvollen Textiltapete ausgestattet. Der Sakristeischrank befindet sich in einem alt-restaurierten Zustand und ist aktuell benutzbar. Nach der Angabe des Salemer Vorbesitzers hatte er diesen vor über 30 Jahren zu einem ausgesprochen stattlichen Preis bei einem Antiquitätenhändler am Bodensee gekauft. Da der Schrank ca. 10 Jahre später wegen eines Umzugs zum Verkauf anstand, traten wir damals erstmalig mit dem Vorbesitzer in Verhandlungen. Leider kam das Geschäft damals nicht zu Stande. Wegen seiner, nicht zuletzt auch handwerklichen Einzigartigkeit ging er uns nie so ganz aus dem Kopf. Daher war die Freude groß, als wir ihn kürzlich erneut angeboten bekamen und uns handelseinig wurden. Nicht ganz ohne Stolz freuen wir uns, Ihnen jetzt dieses außergewöhnliche Möbelstück anbieten zu können. Restaurierung auf Kundenwunsch Durch unsere Restaurierungswerkstatt können wir Ihnen eine qualifizierte/fachgerechte Restaurierung für dieses Möbelstück anbieten. Gerne gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein.
Transportkosten vor einem Kauf bitte Anfragen!Stattliche Biedermeierkommode mit einer Höhe von 105,5 cm, vier Schubladen und Vollsäulen, Nussbaum Sägefurnier auf Nadelholz, restaurierter Zustand, aus der Zeit um 1820. Diese qualitätsvolle Kommode steht auf hohen Stempelfüßen. Die Front wird durch zwei kräftige, ebonisierte Vollsäulen flankiert, die mit Kapitellen und Basen aus Messing ausgestattet sind. Im unteren Bereich befinden sich drei Schubladen. Die darüberliegende Schublade ist vorspringend und wird sozusagen von den Säulen "getragen". Die Schubladen sind mit vierfach gespiegeltem Nussbaum-Sägefurnier belegt und zeigen ein schönes, durchlaufendes Holzbild. Als Schlüsselschilder dienen eingelegte Wappen aus Ebenholz. Es waren an dieser Kommode noch nie Beschläge montiert, wodurch das schöne Furnierbild nicht durch Bohrungen etc. beschädigt wurde. Allseitig ist schön ausgewähltes Nussbaum-Sägefurnier aufgelegt, welches nicht stark abgeschliffen ist und dadurch eine kräftige Furnierstärke zeigt.Seitlich sind jeweils zwei gespiegelte Furnierbilder mit einer schönen Holzmaserung aufgelegt, die auch über die Plattenkante aufgelegt sind. Auf der Kommodenplatte ist ein Furnierbild in Form einer Kreuzfuge aufgelegt. Die Plattenkante wird dreiseitig durch eine ebonisierte Rundung geschmückt. Sowohl die ebonisierte Sockelleiste, als auch das schlichte Plattenprofil zeigen die Strenge des Möbelstücks. Diese Kommode ist überdurchschnittlich qualitätsvoll gefertigt. Es fängt an mit einer Holzkonstruktion, die solide und fein verarbeitet ist. So befinden sich zwischen den Schubladen sogenannte Staubböden, die wie eine Füllung eingesetzt sind. Die Eckverbindungen an den Schubladen sind sehr sauber gezinkt. Alle Schubladenfronten wurden von innen mit Nadelholz-Sägefurnier stehend furniert. Dadurch sind die Schubladenfronten alle sehr gerade und nicht verzogen. Die geschmiedeten Kastenschlösser sind alle original zugehörig, die Schlüssel wurden im Zuge der Restaurierung ergänzt. Bei dem Kastenschloss der oberen Schublade handelt es sich um ein Sicherheitsschloss. Wird dieses 2x verschlossen, lässt es sich nicht mehr regulär öffnen. Zum Öffnen dreht man den Schlüsselbart im Schloss nach oben und zieht etwas kräftiger an dem Schlüssel. Im Schloss wird dadurch ein Mechanismus gelöst, der anschließend das normale Öffnen wieder ermöglicht. Zwei Schlösser haben wir ausgebaut fotografiert. Das linke Schloss ist das Sicherheitsschloss.Im Zuge der Restaurierung wurden die Kommode mit Schellack poliert. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Biedermeierkommoden in mittlerer Qualität gibt es häufig auf dem Markt. In dieser Qualität sind diese Kommoden äußerst rar. Durch die edle Verarbeitung und die Größe bringt die Kommode einiges an Gewicht zusammen. Daher bitte vor einem Kauf die Transportkosten bei uns anfragen.
Louis Seize Standuhr aus Kirschbaum mit Intarsien aus Ebenholz und Bein, restauriert und funktionstüchtig, aus der Zeit um 1800. Die Standuhr steht auf vierkantigen, quer kannelierten und sich nach unten hin verjüngenden Füßen, die in ihrer Verlängerung Teil der Rahmen- und Füllungskonstruktionen des Sockels sind. Dessen Füllungen in den Seiten und der Front sind abgeplattet. Die unteren Friese des Sockels sind in barocker Formgebung ausgeschweift. Ein intarsiertes Sonnenmotiv mit Strahlenkranz aus Ebenholz und Bein ziert die vordere Füllung. Der Pendelkasten ist deutlich weniger tief und breit. Er ist mit einem stark profilierten Sockel- und Kranzprofil ausgestattet. Die aufschlagende Tür ist mit Messing Fitschenbändern angeschlagen. Der Rahmen ist innen und außen profiliert. Der obere Abschluss ist leicht ausgeschweift. Ein Drehknopf aus Messing mit gesägter und durchbrochener Grundplatte ist in der Formensprache des Barock gestaltet. Eine hochformatige Raute, in deren Zentrum sich das Sonnenmotiv wiederholt, ist in die Türfüllung eingelegt worden. Auch hier fand Ebenholz und Bein Verwendung. Die aufschlagende, verglaste Tür ist mit einem umlaufenden Band aus den gleichen Materialien intarsiert und schließt mit einem Bogen ab. Ein stark profiliertes und in gleicher Form geschweiftes Kranzprofil schmückt den Kopf. Das Messingschild weist in den Zwickeln gegossene Putti aus, die von Blattwerk umrankt werden. Zwei geflügelte Putti, die eine Krone halten, bilden die Bekrönung. Der Messingziffernring ist mit römischen Zahlen für die Stundenangaben und mit arabischen für die Minutenangaben versehen. Unten ist der Schriftzug "CORNELIS KOSTERS" zu lesen. Unter der 12 befindet sich ein kleines Ziffernblatt, das die Sekunden anzeigt. Die drei Zeiger sind in barocker Formgebung ausgesägt. Ein kleines Fenster dient der Datumsanzeige. Das Werk schlägt zur vollen und zur halben Stunde. Das Werk ist gangbar und wurde überholt. Diese Louis Seize Standuhr befindet sich in einem restaurierten Zustand. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Spätbiedermeier Standsekretär aus Kirschbaum, restauriert und mit Schellack poliert, aus der Zeit um 1835. Der Sekretär hat unten 2 Türen, darüber eine Schreibklappe und oben eine Schublade. Die Schreibklappe ist mit Gewichten im Innenraum ausgestattet, gleitet leicht auf und ist von der Stabilität gut zum Arbeiten geeignet. Auf der Schreibfläche ist eine blaue Filzunterlage sauber eingelegt. Der Innenraum hinter der Schreibklappe bietet viel Stauraum zum Stellen größerer Objekte. Im unteren Bereich sind 5 Schubladen. Drei davon mit Messingknöpfen. Die äußeren Schubladen lassen sich über einen Federmechanismus einzeln öffnen. Die Schubladen springen einem regelrecht entgegen. Gerne schicken wir Ihnen ein Video davon zu. Alle Schlüsselbuchsen bestehen aus Palisander und sind eingelegt. Der Sekretär wurde unter Erhalt von leichten Gebrauchsspuren fachgerecht restauriert. Alles ist funktionstüchtig. Das Holz zeigt einen sehr schönen, warmen Farbton. Die dunkelblaue Wollfilzeinlage ist ein Eyecacher.
Diese formschöne Barockkommode aus Nussbaum und Kirschbaum wurde in der Zeit um 1760 in Sachsen gefertigt. Sie ist stehend furniert, üppig gebaucht und im Sockelbereich mit einer Schürze und eleganten Zwickeln gestaltet. Die kräftig profilierte Kommodenplatte schwingt im hinteren Bereich eindrucksvoll nach außen. Die Fläche ist mit einem Feld aus einem lebhaften, dunklen Nussbaumfurnier mit Kreuzfuge gestaltet und mit schönem Kirschbaum-Sägefurnier umrandet. Auf den Seitenwänden wird das gespiegelte Nussbaumfurnier von quer aufgelegtem Nussbaum flankiert. Die drei aufschlagenden, mit feinen Lippen gerahmten Schubladenfronten zeigen Nussbaumfelder, die ebenfalls von hellerem Nussbaum gerahmt sind. Die Handhaben und Schlüsselschilder sind später hinzugekommen, waren vor der Restaurierung aber schon vorhanden und passen stilistisch sehr gut. Die Schlösser sind original zugehörig. Ein Schlüssel ist vorhanden, der bei allen drei Schlössern passt. Die Kommodenplatte ist durch eine liegende Gradleiste zuverlässig gegen Verwerfungen geschützt und dadurch sehr gerade geblieben.Die Kommode wurde im Zuge der Restaurierung mit Schellack seidenglänzend mit Schellack von Hand poliert. Sie hat uns unmittelbar begeistert. Trotz einer beachtlichen Gesamtbreite von 133 cm wirkt sie, durch ihre bewegte Formgebung und den Umstand, dass der Korpus lediglich 114 cm breit ist, nicht ausladend. Es wurde sehr ausgewähltes Sägefurnier verwendet, welches eine schöne Holzmaserung und einen leuchtenden Farbton zeigt. Die Innenräume sind sauber und wurden mit Schellack mattiert. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden.
Ausnehmend eleganter und qualitätsvoller Biedermeier Salontisch mit runder Platte und Säulenfuß, Nussbaum Sägefurnier auf Eiche, aus der Zeit um 1820. Ein sehr schönes Design. Selbst die tropfenförmige Säule ist mit schönem Nussbaum Sägefurnier belegt. Dieser Biedermeiertisch wurde unter Erhalt der Patina restauriert. Gebrauchsspuren wurden bewusst nur mit Schellack überpoliert, um den schönen Gesamteindruck zu bewahren. Eine Qualität aus der Biedermeierzeit, die selten auf dem Markt zu finden ist. Eines unserer Lieblingsstücke.
Leicht geschweifte und eingelegte Louis Seize Kommode aus Süddeutschland um 1770. Diese Louis Seize Nussbaum Kommode steht auf vier gedrechselten und geschnitzten Füßen. Der dreischübige Korpus ist leicht gebaucht. Dies ist noch der Einfluss des vorhergehenden Barockstils. Die aufschlagenden Schubladen zeigen jeweils ein kleines zentrales Feld, welches mit den Schlüsselbeschlägen verziert sind. Zu beiden Seiten sind dunkle Nussbaumfelder zu sehen, deren Furnierbild untereinander und mit denen auf den anderen Schüben gespiegelt ist. Die Seitenteile schmückt je ein Feld mit gespiegeltem, dunklem Nussbaum. Auf der Deckplatte sind zwei derartige Felder zu sehen. Sämtliche Felder sind mit einem Band aus Wengenholz begrenzt. In den Zwickeln finden sich vierblättrige Blüten aus Zwetschgenholz, die in Buchsbaum eingelassen sind. Diese Kommode befindet sich in einem voll funktionstüchtigen Zustand mit schelllackpolierter Oberfläche. Fotos vom unrestaurierten Zustand sind vorhanden. Literaturnachweis: Möbel des Klassizismus, Louis XVI und Empire Wolfgang Eller ISBN: 3-89441-516-9 Seite 118, Abbildung 31.
Biedermeier Zylinderbüro aus Kirschbaum, restauriert und mit Schellack poliert, Thüringen um 1825/30. Dieses Zylinderbüro ist mit einem Kommodenunterbau, Schreibteil und Aufsatz dreiteilig aufgebaut und lässt sich entsprechend zerlegen. Das Kirschbaum Sägefurnier ist an allen drei Sichtseiten mehrfach gespiegelt auf die Flächen aufgelegt und läuft auch über die schlichten Zierleisten. Der Kommodenunterbau ist mit drei Schubladen ausgestattet und steht auf leicht ausgestellten Füßen. Die Schubladenvorderstücke sind mittig durch eingelegte Schlüsselbuchsen in Form von Wappen aus Elfenbein oder Bein verziert. Diese finden sich am Viertelzylinder des Schreibteils und an den Türen von dem Aufsatz wieder. Als Handhaben dienen kleine, optisch zurückhaltende Knöpfe aus Messing. Der Viertelzylinder von dem Zylinderbüro wird an zwei kleinen Knöpfen geöffnet und gleitet beim nach oben ziehen hinten in den Korpus. In dem Innenraum verbirgt sich eine weit herausziehbare Schreibplatte, welche auch mit Kirschbaum Sägefurnier belegt ist und sich an zwei kleinen Knöpfen herausziehen lässt. Der Innenraum des Schreibteils zeigt mittig einen freien Stauraum, welcher an der Front durch einen Korbbogen begrenzt wird. Der "Schlussstein" am höchsten Punkt des Bogens ist wohl ebenfalls aus Elfenbein oder Bein. Seitlich von dem Stauraum sind jeweils drei übereinander angeordnete Schubladen, welche ebenfalls mit Kirschbaum furniert sind. Auf der Rückseite von 2 Schubladen sind Stempel und verschiedene Notizen zu sehen, wie "Güterschatzer Rieth Thüringen" und auch eine Jahreszahl "1831", die das Herstellungsjahr sein könnte. Der Aufsatz über dem Schreibteil ist mit zwei Türen ausgestattet, die sich über 180° öffnen lassen. Die linke Tür wird durch einen geschmiedeten Riegel verschlossen, die rechte Tür durch ein Schloss. Der obere Abschluss wird durch eine Arkadenreihe mit Spitzbögen in Form einer Balustrade gebildet. Dieses Zylinderbüro besticht durch das sehr sorgfältig ausgewählte und bis heute gut erhaltene Kirschbaum Sägefurnier. Zudem ist die Form sehr elegant und klassisch gehalten.Ein wunderbares Zylinderbüro mit einem sehr schönen Furnierbild, einem flüssig laufenden Zylinder und einer stabilen Schreibfläche.
Ein außergewöhnlicher Satz von fünf klassizistischen Stühlen aus edlem Kirschbaumholz – gefertigt in der renommierten Werkstatt von Jean-Joseph Chapuis in Brüssel, um 1815/20. Diese seltene Sitzgruppe vereint historische Authentizität mit zeitloser Eleganz und bringt den Charme einer vergangenen Epoche direkt in Ihr Zuhause. Mit ihrer fein abgestimmten Formensprache strahlen die Stühle eine besondere Leichtigkeit aus: Die zart gedrechselten, nach unten hin verjüngten Vorderbeine wirken fast filigran, ohne an Stabilität einzubüßen. Die sanft geschwungene Rückenlehne schmiegt sich angenehm an und begeistert mit liebevollen Details – einer kunstvoll geschnitzten Zunge mit Palmettenmotiv sowie einem eleganten Querbrett mit intarsierter Raute. Der fein gearbeitete obere Abschlussstab greift diese Ästhetik harmonisch auf und rundet das Gesamtbild stilvoll ab. Dieser Stuhlsatz wurde mit großer Sorgfalt und handwerklichem Können restauriert – immer mit Respekt vor seiner Geschichte. Die warme Schellackpolitur bringt die natürliche Schönheit des Kirschholzes eindrucksvoll zur Geltung und verleiht den Möbeln eine sinnliche Tiefe. Die Polsterung wurde vollständig erneuert und traditionell mit Federn und hochwertigen Naturmaterialien aufgebaut – für spürbaren Sitzkomfort auf höchstem Niveau. Der gewählte rötliche Streifenstoff unterstreicht den klassischen Charakter und setzt zugleich einen eleganten Akzent. Auf Wunsch haben Sie die Möglichkeit, den Bezugsstoff individuell nach Ihrem Geschmack zu wählen – so entsteht ein ganz persönliches Möbelensemble, das sich perfekt in Ihr Interieur einfügt. Fotos des unrestaurierten Zustands sind selbstverständlich vorhanden und geben Ihnen einen faszinierenden Einblick in die behutsame Verwandlung dieser besonderen Stücke.